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Selbst-Vorsorge-Aktion für Schwangere (SVA)
Erich Saling, Jürgen Lüthje und Monika Schreiber
Einführung
Die Schwangerschaft ist eine Zeit der Vorfreude
und Pläne, aber auch der Zweifel und Sorgen. Die größte Sorge
aller werdenden Eltern ist natürlich, ob sich ihr Kind gut
entwickelt und ob es gesund zur Welt kommen wird. Durch die
regelmäßigen Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen sind Ihre
Chancen, ein gesundes Baby zu bekommen, so groß wie nie zuvor, da
Störungen des normalen Schwangerschaftsverlaufes meist
rechtzeitig erkannt werden können.
Allerdings kommt es trotz aller Vorsorge immer
noch in etwa 9% der Schwangerschaften zu einer Frühgeburt, d.h.
die Kinder kommen zu früh (vor 37+0 Schwangerschaftswochen),
zumeist auch untergewichtig (unter
2500 g Geburtsgewicht), auf die Welt. Trotz der
Fortschritte auf dem Gebiet der Neugeborenen-Intensivmedizin
bestehen besonders für die sehr früh, nämlich vor 32+0 Wochen,
geborenen Kinder nach wie vor zahlreiche, zum Teil schwerwiegende
Probleme im Säuglingsalter, mitunter auch zeitlebens. Die dadurch
verursachten großen Belastungen für das Kind und die ganze
Familie sollen natürlich, wenn irgend möglich, vermieden
werden.
Einige Beobachtungen und Untersuchungen, um
Anzeichen einer möglicherweise drohenden Frühgeburt rechtzeitig
zu erkennen, können Sie selber zu Hause vornehmen. Aus diesem
Grunde haben wir, zusätzlich zum ärztlichen
Frühgeburten-Vermeidungs-Programm, eine Selbstvorsorge-Aktion für
Schwangere entwickelt, welche bei sorgfältiger Anwendung zu
hervorragenden Ergebnissen führt. Die Erklärung dafür ist
einleuchtend: Während der Frauenarzt die Schwangere im
Allgemeinen nur alle vier Wochen im Rahmen der üblichen
Schwangeren-Vorsorge-Maßnahmen betreut, untersucht die Schwangere
sich selber alle drei bis vier Tage. Die Chancen, dadurch
Gefahren sehr viel früher zu erkennen sind damit wesentlich
günstiger.
Bisher nahmen bzw. nehmen an der von uns seit 1993
durchgeführten Selbstvorsorge-Aktion über 9000 Schwangere teil.
Von den bislang über 2000 Müttern, die nach Beendigung ihrer
Schwangerschaft die Erhebungsbögen zurückgesandt haben, ist bei
den 1120 Mehrfachgebärenden die Anzahl sehr kleiner Frühgeborener
(Geburtsgewicht unter 1500 g) von 7,8% in der unmittelbar
vorausgegangenen Schwangerschaft auf jetzt 1,3% zurückgegangen
(Zahlen der letzten größeren Auswertung).
Danach wurden in Erfurt und später in ganz
Thüringen mit unserem Programm zwei große Aktionen durchgeführt.
Hierbei kam es ebenfalls zu einer beeindruckenden
Absenkung der Frühgeburtenzahlen. Diese Ergebnisse sind
insofern ein Durchbruch, als es durch andere Vorgehensweisen seit
Jahrzehnten nicht gelungen war, die Frühgeburtenrate mit
einfachen Mitteln auf breiter Basis, z.B. Landesebene überzeugend
und dauerhaft zu senken. Ein entscheidender Faktor dürfte dabei
sein, dass es bislang mit keiner anderen Maßnahme möglich war,
ein derart frühes Vorstadium des Frühgeburtenentstehungsprozesses
zu erkennen und so früh wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
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Bitte beachten Sie: Die
Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere ist eine zusätzliche
Maßnahme zu den regelmäßigen frauenärztlichen
Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der
Mutterschaftsrichtlinien.
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Wie lassen sich Frühgeburten oft
vermeiden?
Ein großer Anteil der Frühgeburten wird durch aus
der Scheide aufsteigende Infektionen verursacht. Diese
Infektionen können sich bis in die Gebärmutter ausbreiten und zu
Veränderungen des Muttermundes, zu vorzeitigen Wehen, zu einem
vorzeitigen Blasensprung und schließlich zur Frühgeburt,
eventuell auch zu Infektionen des ungeborenen Kindes, führen.
Infektionen können übrigens auch für späte Fehlgeburten
(Fehlgeburt ab 12+0 Schwangerschaftswochen) verantwortlich
sein.
Daher sollte jede Schwangere selber zu Hause
einige Beobachtungen und Untersuchungen vornehmen, um Hinweise
auf eine möglicherweise drohende Früh- oder späte Fehlgeburt
rechtzeitig zu erkennen.
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Wie können Scheideninfektionen
noch früher als bisher erkannt werden?
In der Scheide besteht normalerweise ein
mikrobielles Gleichgewicht zwischen in großer Menge vorhandenen
Milchsäurebakterien und in geringerer Zahl vorhandenen anderen
Keimen (andere Bakterien, Viren und Pilze). Das körpereigene
Abwehrsystem sorgt dafür, dass sich andere Keime nicht übermäßig
vermehren können. Dabei wird das Abwehrsystem von den
Milchsäurebakterien (Lactobacillus acidophilus) unterstützt
(siehe Abb.). Die von diesen produzierte Milchsäure bewirkt, dass
im Scheideneingangsbereich die Scheidenflüssigkeit deutlich sauer
ist, wodurch die meisten kritischen Keime in Schach gehalten
werden.
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Abb. 1: Funktionen von Laktobazillen
und schlüssellochartiger diagnostischer Einblick in dieses
schützende Biosystem durch vaginale pH-Messung (wiss.
Literatur im Text für Fachkreise)
Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild.
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Der Säuregehalt wird durch den sog. pH-Wert
angegeben: Je saurer eine Flüssigkeit ist, desto niedriger ist
ihr pH-Wert. Normale pH-Werte für den Scheideneingangsbereich
liegen zwischen 4,0 und 4,4.
Wenn durch eine Schwächung der körpereigenen
Abwehr oder durch ungünstige äußere Bedingungen sich die Anzahl
der Milchsäurebakterien verringert oder diese von fremden Keimen
verdrängt werden, kann dies meist am pH-Wert im
Scheideneingangsbereich erkannt werden: Er steigt auf Werte über
4,4 an. Ein pH-Wert über 4,4 kann somit entweder auf eine
alleinige Verringerung der Milchsäurebakterien (sog. vaginale
Milieustörung oder vaginale Dysbalance) – die häufig ein
Vorstadium einer Infektion ist – oder auf eine damit kombinierte
bereits nachweisbare Infektion hindeuten. Damit besteht die
Möglichkeit, Scheideninfektionen oder deren Vorstadien oft
frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, noch bevor
Komplikationen auftreten.
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Bitte beachten Sie: Einige Keime,
insbesondere Pilze, können sich leider auch im sauren
Milieu vermehren (Pilzinfektionen alleine führen aber in
der Regel nicht zu Frühgeburten). Ein saures Scheidenmilieu
(normaler pH-Wert) bedeutet daher keinen ganz sicheren,
wohl aber einen sehr guten Schutz gegen die meisten der
frühgeburtsauslösenden Keime.
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Untersuchungen zur Früherkennung von Veränderungen
des Scheiden-pH-Wertes können Sie selbst durchführen, so dass
eine Überprüfung in kurzen Abständen – auch zwischen den
ärztlichen Vorsorgeterminen – gewährleistet ist.
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Wie bestimmen Sie selbst den
Scheiden-pH-Wert?
Zur Messung des Scheiden-pH-Wertes wurde in
Zusammenarbeit mit uns ein Testhandschuh entwickelt. Am
Zeigefinger des CarePlan® VpH-Testhandschuhs befindet sich ein
Teststreifen, dessen Farbe sich entsprechend dem pH-Wert
verändert. Die Messung kann zu jeder Tageszeit durchgeführt
werden, und die Handhabung ist denkbar einfach:
Ziehen Sie den Handschuh über Ihre rechte Hand
(auch wenn Sie Linkshänderin sind), so dass der Teststreifen auf
der Innenseite des Zeigefingers liegt. Um die Messung nicht zu
verfälschen, soll der Teststreifen möglichst nicht – auf keinen
Fall mit feuchten Fingern – berührt werden. Führen Sie den
Zeigefinger 2-3 cm tief in die Scheide ein (nicht weiter als 3
cm, da im tieferen Scheidenbereich der pH-Wert natürlicherweise
oft höher ist) und drehen Sie ihn einige Male leicht hin und her,
damit der Teststreifen gut mit der Scheidenflüssigkeit befeuchtet
wird. Das Einführen gelingt z.B. gut im Stehen, wobei Sie einen
Fuß auf die Sitzfläche eines Stuhles oder eine Bettkante
stellen.

Abb. 2: Einführen des
Testhandschuhs
Vergleichen Sie direkt nach der Messung –
solange die Indikatorschicht noch feucht ist – deren Farbe
mit der Farbskala (s. Abbildung) und lesen Sie den dazugehörigen
pH-Wert ab. Notieren Sie den Wert der Farbskala, welcher der Farbe
des Teststreifens am ähnlichsten ist (bitte keine Zwischenwerte
schätzen). Der Wert ist normal, wenn er dem gelben Farbton der
pH-Werte 4,0 oder 4,4 entspricht.

Abb. 3: pH-Testhandschuh: Vergleich mit
Farbskala
Bitte tragen Sie alle pH-Werte und das jeweilige
Datum – um einem Informationsverlust entgegenzuwirken
am besten gleich nach der Messung – in den beiliegenden
Erhebungsbogen ein. Legen Sie den Erhebungsbogen bitte zusammen
mit Ihrem Mutterpass bei jedem Arztbesuch vor.
Bitte beachten Sie: Bei Anwendung eines
Antibiotikums (auch örtlich in der Scheide) sollte trotzdem
regelmäßig der Scheiden-pH-Wert gemessen und notiert werden.
Beunruhigen Sie sich nicht, wenn der pH-Wert dabei ansteigt. Das
liegt daran, dass das Antibiotikum nicht nur fremden Keimen,
sondern auch Milchsäurebakterien entgegenwirken kann. Daher ist –
in Absprache mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt – im Falle eines
pH-Anstieges eine gleichzeitige vaginale Ansäuerungstherapie
(z.B. durch Milchsäure) und – nach Beendigung der
Antibiotikatherapie – eine anschließende Nachbehandlung mit
Lactobacillus-Präparaten zu empfehlen.
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Was ist zu tun, wenn der pH-Wert zu
hoch ist?
Wenn der pH-Wert einmal nicht im Normalbereich
ist, besteht noch kein Grund zur Beunruhigung. Er kann z.B. nach
dem Geschlechtsverkehr durch die Samenflüssigkeit verändert sein.
Deshalb sollte der pH-Wert nicht innerhalb von 12 Stunden danach
gemessen werden, es sei denn, Sie haben Kondome verwendet. Das
Testpapier könnte auch mit Urinresten in Berührung gekommen sein
(Urin kann ganz unterschiedliche pH-Werte haben).
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In jedem Falle wiederholen Sie bei einem
auffälligen Ergebnis die Messung einige Stunden später oder
am nächsten Morgen. Sollte der pH-Wert dann immer noch
nicht im Normalbereich sein, vereinbaren Sie bitte so bald
wie möglich einen Termin bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, damit
der Ursache der pH-Werterhöhung nachgegangen werden
kann
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Solange erhöhte pH-Werte vorliegen, sollten Sie
beim Geschlechtsverkehr sicherheitshalber Kondome verwenden, um
das Risiko einer aufsteigenden Infektion möglichst gering zu
halten!
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Wann und wie oft sollte der pH-Wert
gemessen werden?
Am besten messen Sie den pH-Wert vom Beginn der
Schwangerschaft bis mindestens zum Ende der 34.
Schwangerschaftswoche, möglichst jedoch bis zur Entbindung, da
auch für ein reifgeborenes Kind Infektionen mit Risiken verbunden
sind. Sollten Sie erst in einem fortgeschrittenen Stadium Ihrer
Schwangerschaft von diesem Vorsorgeprogramm erfahren haben,
"lohnt" es sich dennoch, mit dem Messen zu
beginnen.
Im Allgemeinen reicht es bei einer unkomplizierten
Schwangerschaft, die Messung zweimal pro Woche vorzunehmen. Es
spricht aber nichts dagegen, wenn Sie zu Ihrer eigenen Beruhigung
häufiger messen. Dies ist vor allem dann zu empfehlen, wenn Sie
bereits in dieser oder einer vorangegangenen Schwangerschaft
unter Infektionen der Scheide gelitten haben. Auch wenn Sie aus
einem der nachstehend genannten Gründe ein erhöhtes Risiko für
eine Frühgeburt haben, ist eine häufigere pH-Wert-Bestimmung
sinnvoll.
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Wann besteht ein erhöhtes
Frühgeburtsrisiko?
Bei einigen Frauen ist aufgrund vorangegangener
Ereignisse oder Besonderheiten in der jetzigen Schwangerschaft
das Risiko einer Frühgeburt erhöht (s. Tabelle 1). Deshalb ist in
allen genannten Fällen eine erhöhte Aufmerksamkeit
erforderlich.
Wenn Sie bereits eine oder mehrere Fehl- oder
Frühgeburten hatten, lesen Sie bitte auch unsere Informationen
zum Frühen Totalen
Muttermundverschluss.
Tabelle 1: Risikofaktoren
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a) vorausgegangene Ereignisse
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- wenn sich bei Ihnen bereits eine oder mehrere Fehl-
bzw. Frühgeburt(en) ereignet haben
- wenn zwei oder mehrere Schwangerschaftsabbrüche
vorgenommen wurden
- wenn bei Ihnen früher einmal eine
"Konisation" (Entnahme eines Gewebekegels im
Bereich des äußeren Muttermundes) durchgeführt wurde
- wenn Sie bereits Scheideninfektionen hatten
- nach Kinderwunschbehandlung
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b) Besonderheiten in der jetzigen Schwangerschaft
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- wenn Sie Mehrlinge erwarten
- wenn die Fruchtwassermenge stark erhöht ist
- wenn Sie unter besonderen Belastungen stehen (sei es
beruflich oder privat, körperlich oder seelisch)
- wenn Sie rauchen
- wenn Sie häufig Alkohol oder andere Genussmittel zu
sich nehmen oder Drogen gebrauchen
- wenn Sie Entzündungen des Zahnfleisches
(Parodontitis) haben
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Welche Warnzeichen für eine drohende
Frühgeburt gibt es?
Wenn Sie eine oder mehrere der folgenden
Besonderheiten feststellen, sollten Sie sich so bald wie möglich
mit Ihrer frauenärztlichen Praxis in Verbindung setzen:
- wiederholte Messung (mit Testhandschuh) eines
Scheiden-pH-Wertes von 4,7 oder höher. Achtung: Besonders hohe
Werte können durch Abgang von Fruchtwasser (vorzeitiger
Blasensprung) bedingt sein. (Bei Verdacht auf einen vorzeitigen
Blasensprung sofort Praxis oder Krankenhaus aufsuchen!)
- Schmierblutungen
- übelriechender oder stark vermehrter Ausfluss
(eine geringe Vermehrung ist in der Schwangerschaft
normal)
- auffallend häufiges Wasserlassen (auch hier ist
eine gewisse Zunahme normal) oder Brennen beim
Wasserlassen
- Juckreiz oder Brennen in der Scheide oder im
äußeren Intimbereich
- Fieber und/oder Durchfall (mit diesen
Ereignissen gehen oft gesteigerte Aktivitäten der Gebärmutter
einher)
- vorzeitige Wehen:
- stärkere menstruationsähnliche
Beschwerden
- Ziehen in den Leistenbeugen oder im
“Kreuz”
- vorübergehendes, wiederholtes Hartwerden
des Unterbauches
Über das normale physiologische Maß hinaus
vorkommende Wehen sind als kritisch bis bedrohlich anzusehen. Das
ist der Fall, wenn diese häufiger als 2 mal pro Stunde oder
häufiger als 10 mal über den ganzen Tag verteilt auftreten.
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Was können Sie selbst zur
Vorbeugung von Scheideninfektionen tun?
Die Infektionsanfälligkeit im allgemeinen wie auch
die der Scheide kann in der Schwangerschaft durch verschiedene
Umstände, z.B. hormonelle Veränderungen, erhöht sein. Aber es
gibt vorbeugende Maßnahmen:
Ein warm-feuchtes Klima unter Luftabschluss
begünstigt z.B. das Wachstum von Hefepilzen (Candida). Tragen sie
deshalb keine eng anliegende Kleidung und keine Slipeinlagen mit
Kunststoff-Folie. Bevorzugen Sie Wäsche aus Naturfasern, die sich
bei 60 °C waschen lässt. Führen Sie keine Scheidenspülungen durch
und bringen Sie keine Substanzen (Spray, Gel usw.) in die Scheide
ein, es sei denn, diese sind ärztlich verordnet.
Eine gesunde Ernährung, die alle für Ihr Baby wichtigen
Nährstoffe liefert, ist auch für Ihr körpereigenes Abwehrsystem am
besten.
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Wie können Sie sich vor starken
Belastungen schützen?
Eine Schwangerschaft ist ein natürliches Ereignis.
Der wachsende kleine Mensch in Ihnen verlangt Ihrem Körper und
Ihrer Seele allerdings viel ab. Vermeiden Sie daher körperlich
stark anstrengende Arbeiten und auch geistige Überforderungen. Es
gibt jedoch keinen Grund, sich übermäßig zu schonen, solange Sie
sich wohl fühlen.
Wenn Sie berufstätig sind, ist durch die
Mutterschaftsrichtlinien geregelt, welche Arbeiten Ihnen
zuzumuten sind. Erkundigen Sie sich in Zweifelsfällen bei Ihrer
Krankenkasse.
Seelische Belastungen werden in vielen Fällen
nicht so einfach zu vermeiden sein. Aber auch hier gilt: Lassen
Sie sich helfen, durch Familienangehörige, Freunde oder auch in
einer Beratungsstelle. Ein sehr gutes Mittel zum Stressabbau nach
einem "nervigen" Tag ist übrigens maßvolle körperliche
Betätigung, also vor allem Spazieren gehen oder Schwimmen. Bei
allen anderen Sportarten fragen Sie lieber vorher Ihre
Ärztin/Ihren Arzt, der Sie kennt und Ihren Gesundheits- und
Trainingszustand beurteilen kann.
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Wo können Sie die Testhandschuhe erhalten?
Wenn Sie an unserer Selbstvorsorge-Aktion für
Schwangere teilnehmen möchten, können Sie die Handschuhe und
das Informationsmaterial zum Selbstkostenpreis von uns beziehen.
In diesem Rahmen müssen Sie die Daten und Messwerte immer
aufschreiben, und uns am Ende der Schwangerschaft zusammen mit
dem Fragebogen zurückschicken.
Die Daten werden dann – selbstverständlich
unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht –
wissenschaftlich ausgewertet. Nur so können wir unsere Maßnahmen
weiter verbessern, und nur so erhalten wir die nötigen Fakten und
Informationen, mit deren Hilfe wir die Bedeutung von
wirkungsvollen Maßnahmen zur Vermeidung von Frühgeburten
untermauern können.
Im Erich Saling-Institut stehen Ihnen unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei wichtigen Fragen zur
Frühgeburtenvermeidung für telefonische oder schriftliche
Auskünfte zur Verfügung.
Senden Sie den Bogen auch dann zurück, wenn die
Schwangerschaft leider nicht wunschgemäß verlaufen sein sollte,
da nur so korrekte Auswertungen möglich sind, die später anderen
Frauen oder vielleicht auch Ihnen nützen.
Wenn Sie nicht an unserer Selbstvorsorge-Aktion
teilnehmen, dennoch aber Testhandschuhe nutzen wollen, können Sie
diese über jede Apotheke beziehen (CarePlan® VpH-Testhandschuh).
Die Kosten hierfür werden in der Regel nicht von den
Krankenkassen übernommen. In den letzen Jahren wurden und werden
allerdings von den Krankenkassen mehrere Modellprojekte mit dem
von Prof. E. Saling entwickelten Selbstvorsorge-Programm für
Schwangere durchgeführt. Es empfiehlt sich ggf. bei der
zuständigen Krankenkasse nachzufragen.
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Schwangeren-Selbstvorsorge-Pass
Als Ergänzung zu dem von der Frauenärztin / dem Frauearzt geführten
Mutterpass haben wir einen sog. "Schwangeren-Selbstvorsorge-Pass"
entwickelt, welcher Ihnen eine eigene Dokumentation der Schwangerschaft
aus Ihrer Sicht ermöglicht. Dies bietet mehrere Vorteile:
- Zahlreichen Schwangeren wird der Wunsch erfüllt, selbst wichtige
Ereignisse in ihrer eigenen Schwangerschaft, die für eine Risikoeinschätzung
bedeutend sind, zu dokumentieren.
- Die von den Schwangeren aufgezeichneten Daten lassen sich weit besser
medizinisch nutzen, als oft lückenhafte, nur aus der Erinnerung gemachte
Angaben.
- Dieser Pass, der ursprünglich für die elementare Datenerfassung im
Rahmen der Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere entwickelt wurde, ermöglicht
auch die Erfassung selbst gemessener pH-Werte in der Scheide. Er könnte
in Zukunft systematisch ausgebaut werden, um die Schwangerenvorsorge überhaupt
weiter zu verbessern.
Sie können den Selbstvorsorge-Pass als PDF-Datei hier herunterladen.
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Sie können helfen ...
... damit möglichst viele Kinder so gesund und
munter zur Welt kommen! Frühgeburten und das
damit verbundene Leid lassen sich häufig vermeiden. Wir
freuen uns über jede Spende, denn mit ihr
können wir werdenden Müttern und Frauen, die bereits eine
Frühgeburt hatten oder sogar ein Kind verloren haben,
helfen. |
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Bitte teilen Sie uns gegebenenfalls auch Ihre Adresse mit,
damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zuschicken
können. Die Spenden sind steuerlich
absetzbar.
PayPal
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www.saling-institut.de
© 2003 Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin e.V.
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keinen Ersatz für die persönliche Beratung und Betreuung durch
Ihre behandelnde Ärztin/ Ihren behandelnden Arzt dar.
Bitte lesen Sie unsere juristischen Informationen und die
Hinweise für das Zitieren.
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Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 26.01.2012.
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