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Häufig gestellte Fragen
Monika Schreiber und Erich Saling
Einführung zur Selbstvorsorgeaktion für
Schwangere
Fragen zu den Messhandschuhen und zum
Messvorgang
Fragen zu vaginalen und anderen Entzündungen und zu
Milchsäurebakterien
Fragen zu Fehl- und Frühgeburten
Fragen zum Frühen Totalen Muttermundverschluss
(FTMV)
Allgemeine Fragen
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Einführung zur Selbstvorsorgeaktion für
Schwangere
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Warum Selbstvorsorge in der
Schwangerschaft?
Für die meisten Frauen ist die Schwangerschaft ein
sehr erfreuliches Ereignis. Doch trotz umfassender Vorsorge
werden heute immer noch zu viele Babys zu früh geboren. Mit der
Frühgeburtlichkeit gehen dann oft zahlreiche, zum Teil
beträchtliche Probleme in der Säuglingsperiode und auch später
einher. Wichtige Anzeichen auf Störungen, die unbehandelt
möglicherweise zu einer Frühgeburt führen, können durch gezielte
Beobachtungen und Untersuchungen, die die Schwangeren zum Teil
selbst zu Hause vornehmen können, rechtzeitig erkannt werden.
Diese Beobachtungen und Untersuchungen sind Teil der von uns
entwickelten Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere, die
seit 1993 mit sehr guten Ergebnissen durchgeführt wird. Die
Selbstvorsorge-Aktion ist eine zusätzliche Maßnahme zu den
regelmäßigen frauenärztlichen Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der
Mutterschaftsrichtlinien.
Eine der häufigsten Ursachen der
Frühgeburtlichkeit ist die oft zunächst unbemerkte Vermehrung
infektionsauslösender Bakterien in der Scheide. Normalerweise
halten sich die Keime in der Scheide im Gleichgewicht, wobei die
Milchsäurebakterien stark überwiegen und für den sauren pH-Wert
(normale pH-Werte sind kleiner oder gleich 4,4) sorgen. Dieser
natürliche Schutz sorgt dafür, dass sich krankmachende Keime
nicht so leicht ausbreiten können und dann in die Gebärmutter
aufsteigen und dort Wehen oder einen vorzeitigen Blasensprung und
damit eine Frühgeburt auslösen können. Durch frühzeitiges
Erkennen eines verringerten Säuregehaltes (pH-Anstieg) der
Scheidenflüssigkeit und darauf folgender Behandlung der Ursachen,
kann das Risiko einer Frühgeburt häufig gesenkt werden. Die
Messung macht allerdings keine Aussage darüber, ob tatsächlich
eine Infektion
besteht oder nicht.
Um Störungen des Säuregehaltes frühzeitig zu
erkennen, führen Frauen im Rahmen der Selbstvorsorge-Aktion
selber eine Messung des Säuregehaltes (pH-Wert-Messung) der
Scheidenflüssigkeit durch. Diese Messung ist einfach und
ungefährlich. Sie wird mit Hilfe von Messhandschuhen
durchgeführt, indem der Zeigefinger in die Scheide eingeführt
wird. Auf der Zeigefingerspitze des Handschuhes ist ein Messfeld
aufgetragen, das entsprechend des Säuregehaltes der
Scheidenflüssigkeit seine Farbe ändert. Anhand einer
Vergleichsskala kann dann der Säuregehalt (pH-Wert) abgelesen
werden. Ist dieser Wert zu hoch (zu niedriger Säuregehalt) sollte
die/der behandelnde Frauenärztin/arzt aufgesucht werden,
um die Ursache für die pH-Erhöhung abklären und sich ggf.
behandeln zu lassen. Wie die Messungen vorgenommen werden und bei
welchen Warnhinweisen die Schwangere umgehend ihren
Frauenarzt / ihre Frauenärztin aufsuchen sollte, wird im
Informationstext ausführlich erklärt.
Wollen Sie an der Selbstvorsorge-Aktion
teilnehmen?
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Fragen zu den Messhandschuhen und zum
Messvorgang
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Farbe des Indikatorfeldes
Frage: Ich hatte öfter
Schwierigkeiten beim Ablesen: Die Farbe, die die Messfläche
anzeigte, konnte ich gar nicht auf der Farbskala finden. Kann man
die Skala nicht verbessern?
Antwort: Die auf der
Handschuhpackung abgebildete Farbskala zeigt die Farben, die die
Messfläche bei den pH-Werten 4.0 - 4.4 - 4.7 - 5.0 - 5.3 - 5.5 -
5.8 und 7 annimmt. Dabei sind die (normalen) Werte 4.0 und 4.4
gelb/beige, ab 4.7 geht die Farbe in Richtung braun und
schließlich zu dunkelblau (pH 7.0) über. Eine Farbskala ist immer
ein Kompromiss. Wenn nach der Messung die Farbe des
Indikatorfeldes z.B. zwischen den Feldern 4.7 und 5.0 liegt, dann
wählen Sie den Wert, der der angezeigten Farbe am nächsten
kommt.
Bei den älteren Versionen der Handschuhe war der
Wert 7.0 (dunkelblau) nicht aufgeführt, er wurde aber bei den
neuen Packungen jetzt aufgenommen (ein Wert von 7.0 kann z.B. auf
einen Blasensprung oder auf eine sehr ausgeprägte Entzündung
hinweisen).
Wenn die Farbe der Messfläche hellgelb (also noch
heller als der Wert 4.0) ist, besteht dagegen kein Grund zur
Beunruhigung, ganz im Gegenteil: Ihr pH-Wert ist etwas niedriger
als pH 4.0 (und damit außerhalb der Farbskala). Hier gilt:
"Lieber zu sauer, als nicht sauer genug"!
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Lokalisation der Testfläche
Frage: Warum ist das Testfeld
nicht auf der Spitze des Zeigefingers?
Antwort: Die Messung soll am
Scheideneingang (ca. 2-3 cm tief) und nicht zu weit oben (also
nicht am Muttermund) durchgeführt werden, da der aus dem
Muttermund austretende Schleim alkalischer ist und den Messwert
verfälschen würde.
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Warum nicht Fingerlinge?
Frage: Es ist doch eigentlich
Verschwendung, für diese Messung einen ganzen Handschuh zu
verwenden. Warum wird die Messfläche nicht einfach auf einen
Fingerling aufgeklebt? Das wäre doch kostengünstiger und
umweltschonender!
Antwort: Die Messfläche wird auf
(im Massenverfahren hergestellten) Einmal-Handschuhe aufgeklebt.
Das Aufbringen der Indikatorfläche auf übliche Fingerlinge wäre
erheblich kostenintensiver.
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Allergien
Frage: Ich habe eine
Latex-Allergie. Kann ich die Handschuhe trotzdem verwenden?
Antwort: Die Handschuhe enthalten
kein Latex (das in vielen Gummihandschuhen enthalten ist),
sondern Polyethylen (PE), das sehr allergenneutral ist. Auch eine
Allergieentwicklung auf die Substanzen der Indikatorfläche ist
unwahrscheinlich, da die Farbstoffe extrem schwerlöslich an das
Papier gebunden sind (als sog. "kovalente Bindung", wie
Chemiker das bezeichnen) und dadurch unter den in der Scheide
herrschenden Bedingungen nicht herausgelöst werden können.
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Messung mit Indikatorpapier
Frage: Warum misst man nicht
einfach mit Indikatorpapier, das ist doch viel billiger?
Antwort: pH-Werte werden zwischen
0 und 14 angegeben. Der für die Diagnostik von vaginalen
Störungen interessierende pH-Bereich ist relativ klein: 4,0 - 4,4
ist normal und 4,7 oder darüber ist schon auffällig (werden die
Werte apparativ und damit genauer gemessen, sind sogar Werte über
4,2 schon auffällig). Viele pH-Papiere zeigen in diesem Bereich
nur geringe Farbänderungen, z.B. von olivgrün zu geringfügig
dunklerem olivgrün. Das Ablesen wäre dadurch mit einer
erheblichen Fehlerquelle behaftet oder gar nicht möglich. Das
gilt erst recht für Lackmuspapier, dieses wird lediglich zur
Differenzierung zwischen sauer und alkalisch - also pH unter oder
über 7,0 - verwendet.
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Fragen zu vaginalen und anderen Entzündungen und
zu Milchsäurebakterien
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Was sind
"Milchsäurebakterien"?
Frage: Was sind
"Milchsäurebakterien"?
Antwort: Eigentlich sollte besser
der Ausdruck "milchsäurebildende Bakterien" benutzt
werden (lateinisch: Lactobacilli). Vereinfachend wird jedoch
häufig von "Milchsäurebakterien" gesprochen. Es handelt
sich dabei um eine große Gruppe von Bakterien, die Milchsäure
produzieren. Einige dieser Bakterienstämme sind in Milchprodukten
enthalten (z.B. Joghurt), oder sie leben natürlicherweise im
menschlichen Darm und in der Vagina. In der Vagina bilden sie
normalerweise den weit überwiegenden Teil der dort vorkommenden
Bakterien und bewirken durch die von ihnen gebildete Milchsäure,
dass die Flüssigkeit in der Scheide sauer ist. Durch diese Säure
werden viele andere, möglicherweise infektionsauslösende, Erreger
in ihrem Wachstum oder ihrer Aktivität gehemmt. Neben Milchsäure
produzieren diese Bakterien häufig auch andere Stoffe, z.B.
Sauerstoff und Wasserstoffperoxid (H202),
die ebenfalls hemmend auf andere Bakterien wirken.
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Was tun bei erhöhten
pH-Werten?
Frage: Muss ich bei einem
erhöhten pH-Wert sofort zu meiner Ärztin gehen?
Antwort: Wenn der pH-Wert einmal
nicht im Normalbereich ist, besteht noch kein Grund zur
Beunruhigung. Er kann z.B. nach dem Geschlechtsverkehr durch die
Samenflüssigkeit verändert sein. Deshalb sollte der pH-Wert nicht
innerhalb von 12 Stunden danach gemessen werden, es sei denn, Sie
haben Kondome verwendet. Das Testpapier könnte auch mit
Urinresten (Urin kann ganz unterschiedliche pH-Werte haben),
Schweiß oder Wasser in Berührung gekommen sein.
In jedem Falle wiederholen Sie bitte bei einem
auffälligen Ergebnis die Messung einige Stunden später oder am
nächsten Morgen. Sollte der pH-Wert dann immer noch nicht im
Normalbereich sein, heißt das nicht unbedingt, dass Sie (schon)
eine Infektion haben. Aber Sie sollten so bald wie möglich einen
Termin bei Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt vereinbaren, damit der Ursache
der pH-Werterhöhung nachgegangen werden kann.
Von bisher ca. 10 000 teilnehmenden Frauen
haben einzelne berichtet, dass sie ständig erhöhte pH-Werte
hatten, ohne dass ihre Ärztin / ihr Arzt ansonsten etwas
Auffälliges finden konnte. Diesem Phänomen muss noch
wissenschaftlich nachgegangen werden, was aber schwierig ist, u.
a. da es so selten vorkommt. Bei einigen Frauen könnte z.B. eine
erhöhte Sekretion von Schleim aus dem Muttermund die Ursache sein
und zu einer Neutralisation der Milchsäure führen. Sollten bei
Ihnen über einen längeren Zeitraum hinweg und bei engmaschigen
Kontrollen durch Ärztin/Arzt zwar ständig erhöhte pH-Werte
vorliegen, ansonsten aber immer mikroskopisch ausreichend
Laktobazillen nachweisbar sein und weder Infektionen noch andere
Auffälligkeiten auftreten (z.B. Veränderungen des Muttermundes
oder erhöhte Wehentätigkeit), dürfte das kein Grund zur
Beunruhigung sein.
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Entzündung trotz normalem pH
Frage: Bei mir wurde eine
Scheideninfektion diagnostiziert, obwohl der pH-Wert immer in
Ordnung war. Wie zuverlässig sind die Handschuhe?
Antwort: Mit den Handschuhen
messen Sie nur den pH-Wert (und nicht, ob Sie
eine Infektion haben oder nicht)!
Wenn die Scheidenflüssigkeit sauer genug ist, dann
bedeutet das, dass Milchsäurebakterien in ausreichender Zahl
vorhanden sind. Diese Bakterien unterstützen (durch Produktion
von Milchsäure und anderer Stoffe, z.B.
H2O2) das körpereigene Abwehrsystem gegen
andere, möglicherweise krankheitserregende Bakterien. Denn viele
infektionsauslösende Bakterien können in diesem Milieu nicht so
gut wachsen und aktiv werden.
Das trifft aber leider nicht für alle Krankheitserreger zu. Vor
allem Pilze (die aber in der Regel keine Frühgeburten auslösen),
aber z.B. auch Chlamydien, Streptokokken oder E. coli können bei
normalen vaginalen pH-Werten noch gedeihen. Die vaginale
pH-Messung ist daher kein vollkommener, aber ein sehr guter
Schutz gegen infektionsbedingte Frühgeburten.
Neben der regelmäßigen pH-Messung sollten Sie auch
auf die anderen, im Infomaterial der Selbstvorsorge-Aktion
aufgelisteten Warnzeichen achten. Außerdem möchten wir noch
einmal darauf hinweisen, dass die Selbstvorsorge-Aktion nur eine
zusätzliche Maßnahme zur regelmäßigen Untersuchung durch
Arzt/Ärztin oder Hebamme ist.
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Vorbeugende Laktobazillusgaben?
Frage: Kann ich auch vorbeugend
regelmäßig Laktobazilluspräparate oder ein ansäuerndes Präparat
verwenden?
Antwort: Von einer
Selbstmedikation würden wir eher abraten. Solange Ihr vaginaler
pH-Wert in Ordnung ist, und Ihre Ärztin / Ihr Arzt auch im
mikroskopischen Nativpräparat nichts Auffälliges sieht, ist davon
auszugehen, dass bei Ihnen Milchsäurebakterien in ausreichender
Zahl vorhanden sind. Eine Gabe von Laktobazillus- oder
säurehaltigen Präparaten ist dann unnötig.
Wenn dagegen der pH-Wert auffällig ist, muss auf
jeden Fall von ihrer Ärztin / ihrem Arzt versucht werden die
Ursache herauszufinden. Eine regelmäßige Gabe von z.B.
säurehaltigen Präparaten würde dann ggf. zu "normalen"
Werten führen, ohne dass die eigentliche Ursache festgestellt
worden wäre.
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"Keimverschleppung"
durch die Messung?
Frage: Meine Frauenärztin
hat mir von einer Teilnahme abgeraten, da es durch die Nutzung
der Handschuhe zum Einbringen von Keimen in die Scheide kommen
könnte. Wie kann man das Risiko vermeiden, bzw. wie können Sie
garantieren, dass die Handschuhe bei sachgemäßer Benutzung
keimfrei sind?
Antwort: Die Handschuhe sind
hygienisch verpackte Einmalhandschuhe. Außerdem sollten Sie vor
dem Einführen des Messhandschuhes mit der anderen Hand die
Schamlippen spreizen. Wesentlich "gefährlicher"
bezüglich Keimeinbringung und Keimverschleppung ist
Geschlechtsverkehr (der Penis ist ja auch von Bakterien
besiedelt) - und nur in ganz seltenen Fällen wird den Frauen
während einer Schwangerschaft vom Geschlechtsverkehr
abgeraten!
Aber auch die Scheide selber ist nicht frei von
Keimen, sondern es besteht meist ein Gleichgewicht zwischen
"schützenden" Milchsäurebakterien (die das Milieu sauer
halten) und anderen, möglicherweise krankheitserregenden Keimen.
Bei Geschlechtsverkehr (auch wenn ein Kondom benutzt wird) und
auch bei der ärztlichen vaginalen Untersuchung mit Abtasten
des Muttermundes besteht die Möglichkeit, dass Keime vom
Scheideneingang nach oben zum Muttermund befördert
werden.
Aber mit den Handschuhen messen Sie nur am
Scheideneingang (ca. 2 -3 cm tief in der Scheide). Für ein
"Verschleppen" von Keimen weiter nach oben mit ins
Gewicht fallenden negativen Folgen spricht nach bisherigen
Erfahrungen nichts. Außerdem zeigen die Ergebnisse, dass es
durch Anwendung der Messhandschuhe nicht zu einer Zunahme,
sondern einer Abnahme der Frühgeburtenzahlen kommt!
Es ist aber auch wichtig, noch einmal zu betonen,
dass Sie mit den Messhandschuhen nur den pH-Wert
messen, und nicht, ob tatsächlich eine Infektion
vorliegt. Außerdem schützt ein saurer vaginaler pH-Wert leider
nicht vor allen Infektionen (siehe Frage "Entzündung trotz normalem
pH-Wert").
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Wiederholte vaginale Infektionen
Frage: Ich habe sehr häufig
vaginale Infektionen, die immer wieder mit Zäpfchen und
Antibiotika behandelt werden müssen. Was kann ich noch tun?
Antwort: Die
Infektionsanfälligkeit im allgemeinen wie auch die der Scheide
kann in der Schwangerschaft durch verschiedene Umstände, z.B.
hormonelle Veränderungen, erhöht sein. Aber es gibt einige
allgemein vorbeugende Maßnahmen: Ein
warm-feuchtes Klima unter Luftabschluss begünstigt z.B. das
Wachstum von Hefepilzen (Candida). Tragen Sie deshalb keine eng
anliegende Kleidung und keine Slipeinlagen mit Kunststoff-Folie.
Bevorzugen Sie Wäsche aus Naturfasern, am besten Baumwolle.
Führen Sie keine Scheidenspülungen durch und bringen Sie keine
Substanzen (Spray, Gel usw.) in die Scheide ein, es sei denn,
diese sind ärztlich verordnet. Wichtig ist es auch, auf die
Ernährung zu achten.
Bei rezidivierenden vaginalen Infektionen,
insbesondere Pilzinfektionen und Bakterieller Vaginose kann eine
lokale desinfizierende Behandlung mit Octenidin
besser sein als eine antibiotische Therapie, da sie die
Laktobazillusflora weniger ungünstig beeinflusst. Eine
systemische Antibiotika-Therapie hat zudem noch den Nachteil,
auch die für Immunfragen wichtige Darmflora zu
beeinträchtigen.
Da Frauen mit
H2O2-produzierenden Laktobazillen ein
geringeres Risiko haben, eine Bakterielle Vaginose zu entwickeln
als Frauen, deren Laktobazillen kein H2O2
produzieren, kann bei wiederholten vaginalen Infektionen auch die
Erhebung eines Vaginalstatus und dann eine
entsprechende spezifische Therapie angezeigt sein.
Als prophylaktische Maßnahme, insbesondere bei
wiederholten bakteriellen Vaginosen, kommt auch eine
Impfung mit Gynatren® bzw. Solco-Trichovac® in
Frage. Der Impfstoff richtet sich gegen abnorme
Laktobazillusstämme und beeinträchtigt die physiologische
Laktobazillusflora nicht, sondern führt im Gegenteil meist zu
einer Erholung der physiologischen Flora.
Wir konnten damit bei zahlreichen Frauen eine
deutliche Abnahme der Rezidivhäufigkeit erzielen - einige Frauen
scheinen auf die Impfung allerdings nicht befriedigend
anzusprechen.
Die Impfung sollte nur vor der (nächsten)
Schwangerschaft durchgeführt werden, da bislang keine
ausreichende Erfahrung über eine Anwendung in der Schwangerschaft
vorliegt. Außerdem werden die Kosten in der Regel nicht von den
Kassen getragen.
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Bakterien im Urin
Frage: Meine Frauenärztin hat
Bakterien im Urin festgestellt und mir daraufhin ein Antibiotikum
verschrieben. Ich habe aber keinerlei Beschwerden. Ist das nicht
eine unnötige Belastung mit Antibiotika?
Antwort: Nein, keineswegs. Eine
Infektion der Harnwege in der Schwangerschaft, auch wenn die
Infektion noch keinerlei Beschwerden macht, kann sowohl für die
Mutter als auch für das Kind kritisch werden. Zum einen steigen
die Erreger aus der Harnblase leichter über die Harnleiter in die
Nieren auf, da die Harnleiter - hormonell bedingt - in der
Schwangerschaft etwas erweitert sind. Dadurch kommt es leicht zu
Nierenbeckenentzündungen. Zum anderen ist das Risiko einer Fehl-
oder Frühgeburt bei Harnwegsinfekten deutlich erhöht – und das
gilt auch für Infektionen, die noch keine Beschwerden
verursachen. Deshalb wird der Urin im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig untersucht und bei Bedarf mit
einem Antibiotikum behandelt.
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Untersuchung auf
Scheideninfektionen schon vor der Schwangerschaft
Frage:
Ich hatte letztes Jahr eine infektionsbedingte Frühgeburt. Wir
planen eine neue Schwangerschaft. Mir hat jemand geraten, mich schon
vor der nächsten Schwangerschaft auf Infektionen untersuchen zu lassen.
Halten Sie das für sinnvoll?
Antwort: Ja, das kann durchaus
sinnvoll sein, denn Untersuchungen haben gezeigt, dass
Frühgeburten umso häufiger auftreten, je früher in der
Schwangerschaft eine Störung der Scheidenflora vorlag. Außerdem
können vor einer Schwangerschaft weit mehr Antibiotika eingesetzt
werden, während beim Vorliegen einer Schwangerschaft nur einige
in Frage kommen (siehe auch „Antibiotika in der Schwangerschaft“).
Natürlich muss dann auch während der Schwangerschaft regelmäßig
untersucht werden.
Darüber hinaus könnte bei Ihnen, falls sich
bereits wiederholte Spätaborte oder frühe Frühgeburten ereignet
haben, ein Früher Totaler
Muttermundverschluss in Betracht kommen. Bitte besprechen Sie
dies mit ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt.
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Fragen zu Fehl- und Frühgeburten
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Fehlgeburten zu Beginn der
Schwangerschaft
Frage:
Ich hatte schon 2
Fehlgeburten in der 8. und 10. Schwangerschaftswoche, ohne dass
eine Ursache festgestellt wurde. Sollte ich in meiner nächsten
Schwangerschaft den vaginalen pH-Wert messen? Was ist mit einem
Muttermundverschluss?
Antwort:
Fehlgeburten vor 12 vollendeten Schwangerschaftswochen werden von
uns als "frühe" Fehlgeburten angesehen. Obwohl in den
ersten drei Monaten manchmal auch Infektionen als Ursachen für eine
Fehlgeburt in Frage kommen, sind die Ursachen meist andere, z.B.
dass das Kind nicht lebensfähig gewesen wäre (chromosomale
Ursachen), hormonelle Störungen, oder anatomische Veränderungen
an der Gebärmutter (z.B. Verwachsungen). Viele Frauen haben eine
frühe Fehlgeburt (oft völlig unbemerkt, die Regel scheint dann
nur etwas zu spät zu kommen) und häufig lässt sich dafür keine
Ursache feststellen. Die meisten dieser Frauen können in der
nächsten Schwangerschaft problemlos ein gesundes Kind bekommen.
Bei wiederholten frühen Fehlgeburten (2-3 oder mehr) sollte aber
unbedingt nach den Ursachen geforscht werden.
Ein Muttermundverschluss hilft in diesen Fällen
nicht, da er vorrangig gegen infektionsbedingte Frühgeburten
schützt (er wird auch erst nach 12 Schwangerschaftswochen
durchgeführt).
Auch wenn eine Ursache für die frühen Fehlgeburten
gefunden und adäquat behandelt wurde, sollten Sie den vaginalen
pH-Wert in Ihrer nächsten Schwangerschaft auf jeden Fall messen,
damit es im späteren Verlauf der Schwangerschaft nicht zu
Störungen durch vaginale Infektionen kommt. Wir empfehlen
grundsätzlich allen Schwangeren, an der
Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere teilzunehmen.
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Frühgeburt trotz pH-Messung
Frage: Ich hatte eine Frühgeburt,
obwohl ich immer regelmäßig den pH-Wert gemessen habe und dieser
auch immer normal war.
Antwort: Frühgeburten können
vielfältige Gründe haben, z.B. eine Ablösung des Mutterkuchens,
das HELLP-Syndrom (eine sehr schwere Form der Gestose, der sog.
Schwangerschaftsvergiftung), vaginale Infektionen oder auch
unbehandelte Harnwegsinfektionen. Mit der regelmäßigen vaginalen
pH-Messung erhalten Sie Hinweise auf Störungen des vaginalen
Milieus, wodurch Sie ggf. eine vaginale Infektion rechtzeitig
erkennen oder dieser sogar vorbeugen können.
Leider erkennen Sie mit der pH-Messung
nicht alle vaginalen Infektionen (s. "Entzündung trotz
normalem pH-Wert") und gegen andere Frühgeburtsursachen
(s.o.) ist von der Messung leider kein Nutzen zu erwarten.
Dennoch sollten Sie in Ihrer nächsten Schwangerschaft wieder den
vaginalen pH-Wert überwachen. Die Messungen sind ein sehr
nützlicher zusätzlicher Schutz zu den regelmäßigen ärztlichen
Vorsorgeuntersuchungen.
Wenn bei Ihnen (trotz pH-Messung) eine
vaginale Infektion als Ursache der Frühgeburt festgestellt wurde,
oder auch, wenn sich keine andere Ursache finden ließ, kommt bei
der darauf folgenden Schwangerschaft ein Früher Totaler Muttermundverschluss für Sie
in Betracht.
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Wiederholte Frühgeburten
Frage: Ich hatte schon zwei
Frühgeburten (26 und 23 Schwangerschaftswochen). Jetzt bin ich
wieder schwanger. Kann ich noch zusätzlich zur pH-Messung etwas
tun?
Antwort: Im Zeitraum zwischen 12
und 32 Schwangerschaftswochen (SSW) stellen aufsteigende genitale
Infektionen die Hauptursache für Fehl- bzw. Frühgeburten dar und
führen beispielsweise zu vorzeitigen Wehen oder einem vorzeitigen
Blasensprung.
Bei Frauen, die bereits 2 oder mehr Fehl- oder
Frühgeburten zwischen 12 und 32 SSW erlitten haben und bei denen
eine Infektion als Ursache festgestellt wurde, oder bei denen
sich keine andere spezifische Ursache feststellen ließ, empfehlen
wir einen Frühen Totalen
Muttermund-Verschluss. Durch den Muttermundverschluss wird
ein Aufsteigen von Keimen aus der Scheide in die Gebärmutter
durch die gesetzte Barriere verhindert (nicht so durch eine
Cerclage). Nach erst einer Fehl- bzw. Frühgeburt in diesem
Schwangerschaftszeitraum kann man anstatt eines
"großen" einen sog. "kleinen" Totalen
Muttermundverschluss erwägen
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Wiederholungsrisiko einer
Frühgeburt
Frage: Wie hoch ist das Risiko
einer erneuten Frühgeburt?
Antwort: Diese Frage ist nicht so
leicht zu beantworten. Es gibt zwar mehrere Untersuchungen
hierzu, deren Ergebnisse sich aber zum Teil erheblich voneinander
unterscheiden, z.B. ob das Schwangerschaftsalter in der die Fehl-
oder Frühgeburt erfolgte berücksichtigt wurde oder ob zwischen
„spontanen“ Frühgeburten und solchen, die ärztlich eingeleitet
werden mussten, unterschieden wurde. Deshalb können wir nur
einige allgemeine Angaben machen: Bereits nach einer Fehl- oder
Frühgeburt in der Vorgeschichte ist das Risiko in der nächsten
Schwangerschaft deutlich erhöht. Z.B. fand Prof. Künzel (1995)
bei der Auswertung von 150 591 Schwangerschaften in Hessen
folgende Risikofaktoren:
- Eine vorangehende Fehlgeburt verdoppelt das
Risiko einer Frühgeburt in der aktuellen Schwangerschaft.
- Zwei vorangehende Fehlgeburten erhöhen das
Risiko einer Frühgeburt 6,2-fach.
- Eine vorangehende Frühgeburt erhöht das Risiko
einer erneuten Frühgeburt 15,6-fach.
Nach zwei vorangegangenen Frühgeburten steigt das
Risiko erheblich an, beispielsweise werteten McManemy und
Mitarbeiter (2007) fast 20 000 Geburten in Missouri, USA, aus.
Die durchschnittliche Frühgeburtenrate aller Schwangerschaften
war 12.1 %. Wenn eine Frau zwei vorangegangene Kinder „reif“ (mit
mehr als 37 Wochen) geboren hatte, hatte sie nur ein Risiko von
5% dass das dritte Kind zu früh kommen würde. Dagegen hatten
Frauen mit zwei vorangegangenen Frühgeburten ein
durchschnittliches Risiko von ca. 40 %. Das Risiko variierte
allerdings erheblich, je nachdem ob eine oder beide der
vorangegangenen Frühgeburten sehr früh erfolgt waren (zwischen 21
und 31 Schwangerschaftswochen), oder ob die Frühgeburt „moderat“
war (zwischen 32 und 36 Schwangerschaftswochen). Bei zwei
„moderaten“ Frühgeburten lag das Wiederholungsrisiko bei 38 %,
bei zwei sehr frühen Frühgeburten in der Vorgeschichte allerdings
bei 57%. Andere Studien kommen zu etwas anderen Zahlen, aber
allgemein kann man sagen, dass das Risiko mit der Zahl der
vorangegangenen Fehl- oder Frühgeburten deutlich zunimmt und
wahrscheinlich auch, je früher die Frühgeburt erfolgt waren. Aber
natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass diese Zahlen nur
statistische Werte sind. Im Einzelfall müssen auch andere
Faktoren berücksichtigt werden, vor allen natürlich, ob die
Ursache der Frühgeburt behebbar ist oder nicht.
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Blasensprung und pH-Messung
Frage: Kann man mit der
pH-Messung auch einen Blasensprung feststellen?
Antwort: Bei einem Blasensprung
tritt das Fruchtwasser aus der Gebärmutter in die Scheide aus.
Das Fruchtwasser ist im Vergleich zur Scheidenflüssigkeit
deutlich basischer (nicht sauer). Die pH-Werte in der Scheide
steigen daher stark an (auf ca. 7.0, was auf der Farbskala der
Messhandschuhe der blauen Farbe entspricht). Sofern allerdings
nur ein ganz kleiner Riss der Fruchtblase vorliegt und das
Fruchtwasser nur tröpfchenweise austritt, kann es zu keiner oder
nur zu einer sehr geringen Änderung des vaginalen pH-Wertes
kommen.
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Psychische und körperliche
Überlastungen als Frühgeburtsursache
Frage: Kann psychische oder
körperliche Überlastung zu Frühgeburten führen?
Antwort: Ja. Starke psychische
und körperliche Belastungen können das Risiko einer Frühgeburt
erhöhen. Wahrscheinlich durch eine Schwächung des Immunsystems,
was dann wiederum die Anfälligkeit für vaginale oder andere
Infektionen erhöht. Aber auch bei Stress entstehende Hormone
können Frühgeburten fördern oder gar auslösen.
Wenn Sie berufstätig sind, ist durch die
Mutterschaftsrichtlinien geregelt, welche Arbeiten Ihnen
zuzumuten sind. Erkundigen Sie sich in Zweifelsfällen bei Ihrer
Krankenkasse. Vermeiden Sie auch privat körperlich stark
anstrengende Arbeiten (z.B. Tapezieren, Umzugskisten tragen, usw.
- lassen Sie sich hierbei lieber helfen!). Solange Sie sich
wohl fühlen, gibt es jedoch keinen Grund, sich übermäßig zu
schonen.
Seelische Belastungen werden in vielen Fällen
nicht so einfach zu vermeiden sein. Lassen Sie sich helfen, durch
Familienangehörige, Freunde, in einer Beratungsstelle und
natürlich auch durch Ihre Ärztin / Ihren Arzt. Wenn Ihnen
"alles zu viel wird" kann sie/er Sie auch für eine Zeit
lang krank schreiben.
Insbesondere wenn ein Paar bereits eine Fehl- oder
Frühgeburt durchgemacht hat, ist die nächste Schwangerschaft
häufig mit Angst oder zumindest Sorge verbunden. Für viele Paare
ist es daher hilfreich wenn sie sich (neben der "rein
medizinischen" Maßnahmen) während der Schwangerschaft
psychologisch begleiten lassen. Hilfreich kann auch ein Austausch
mit anderen betroffenen Eltern sein. Einige Adressen von
Selbsthilfegruppen finden Sie in unserer Linkliste bzw.
können bei
uns erfragt werden.
Sorgen Sie für sich! Gerade, wenn Sie schon Kinder
haben, ist es schwierig, auch einmal "Zeit für sich"
zum Erholen und Entspannen zu finden. Vielleicht können ein
Babysitter, Verwandte oder Freunde Ihnen die Kinder für ein paar
Stunden abnehmen. Wenn Sie krank sind, besteht sogar die
Möglichkeit, von der Krankenkasse eine Familienhelferin bezahlt
zu bekommen.
Ein sehr gutes Mittel zum Stressabbau nach einem
"nervigen" Tag ist übrigens maßvolle körperliche
Betätigung, also vor allem Spazierengehen oder Schwimmen. Bei
allen anderen Sportarten fragen Sie lieber vorher Ihre
Ärztin / Ihren Arzt, der Sie kennt und Ihren Gesundheits- und
Trainingszustand beurteilen kann.
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Fragen zum Frühen Totalen Muttermundverschluss
(FTMV)
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Was ist ein Früher Totaler
Muttermundverschluss?
Frage: In meiner letzten
Schwangerschaft kam mein Kind trotz Cerclage viel zu früh auf die
Welt. Jetzt bin ich wieder schwanger und meine Ärztin hat zu
einem Frühen Totalen Muttermundverschluss geraten. Was ist der
Unterschied zu einer Cerclage?
Antwort: Der Totale
Muttermundverschluss, vorzugsweise der frühe, kommt für
Patientinnen in Betracht, die bereits eine oder mehrere späte
Fehlgeburten oder Frühgeburten hatten und bei denen damals
- Anhaltspunkte für eine aufsteigende Infektion
bestanden oder
- keine andere offenkundige Ursache feststellbar
war. (Nicht selten bestand doch eine Infektion, ohne dass
Kriterien dafür nachweisbar waren.)
Beim Totalen Muttermundverschluss wird der
Gebärmuttermund operativ nach Entfernung des oberflächlichen
Gewebes durch Zunähen und anschließendes Zuwachsen vollständig
verschlossen (im Gegensatz zur weit weniger wirksamen Cerclage,
bei der der Muttermund nur enger gestellt wird). Durch den
Muttermundverschluss wird ein Aufsteigen von Keimen aus der
Scheide in die Gebärmutter durch die gesetzte Barriere verhindert
(nicht so durch eine Cerclage). Beim “Frühen” Totalen
Muttermundverschluss (FTMV) erfolgt der Verschluss zwischen 12
und 16 vollendeten Schwangerschaftswochen (SSW) und noch bevor
anatomische Veränderungen am Gebärmutterhals feststellbar
sind.
Weitere Informationen
Verzeichnis
von Kliniken, die den Verschluss durchführen
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FTMV bereits nach einer
Frühgeburt?
Frage: Kann ein FTMV auch schon
nach einer Frühgeburt durchgeführt werden?
Antwort: Ja, das ist möglich und
zu erwägen. Meist wird ein Früher Totaler Muttermundverschluss
erst nach zwei oder mehr (infektionsbedingten) Fehl- oder
Frühgeburten, die sich zwischen 12 und 32 SSW ereignet haben,
durchgeführt. Denn nach erst einer Fehl- bzw. Frühgeburt in
diesem Schwangerschaftszeitraum sind die Chancen für die nächste
Schwangerschaft immer noch relativ gut (aber mit jeder bereits
erfolgten Fehl- oder Frühgeburt steigt das Risiko einer erneuten Fehl-
oder Frühgeburt).
Andererseits möchte man aber keiner Frau mit
dringendem Kinderwunsch zumuten, dass sie erst zweimal ein Kind
zu früh bekommen (oder gar verlieren) muss, bevor bei ihr ein
FTMV durchgeführt wird. Wir empfehlen den FTMV durchaus auch
bereits nach einer Fehl- oder Frühgeburt, besonders dann, wenn
die vorausgegangene Fehl- oder Frühgeburt durch eine
nachgewiesene Infektion bedingt war, die werdende Mutter schon
älter ist oder wenn zusätzliche Risikofaktoren vorliegen (z.B.
Fertilisations-Behandlung).
In anderen Fällen ist der FTMV eine sogenannte
"Kann-Indikation", d.h. wir machen die werdende Mutter
(und ihren Partner) darauf aufmerksam, dass es diese Möglichkeit
gibt und raten ihr, für sich abzuwägen, womit sie sich in der
nächsten Schwangerschaft sicherer fühlen würde. Es gibt leider
noch keine Studie darüber, ob nach einer Früh- oder Fehlgeburt in
der nächsten Schwangerschaft ein regelmäßiges Screening auf
Infektionen, insbesondere auch die pH-Selbstmessung durch die
Schwangere, ausreichend ist, oder ob ein Muttermundverschluss
hier zu besseren Ergebnissen führt. Anzunehmen ist es.
Möglicherweise könnte hier bei Frauen nach erst einer Fehl- oder
Frühgeburt eine solche Kompromisslösung in Betracht kommen, zumal
man natürlich das Risiko, das jeder operative Eingriff (z.B. auch
durch die Narkose) mit sich bringt, dem vermutlichen Nutzen, den
der Eingriff haben wird, gegenüberstellen muss.
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Geschlechtsverkehr nach FTMV?
Frage: Kann ich nach einem FTMV
bedenkenlos Geschlechtsverkehr haben?
Antwort: Grundsätzlich ist nach
guter Abheilung der Operationswunde des FTMV (bitte durch die
behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt kontrollieren
lassen) und wenn keine weiteren Auffälligkeiten bestehen, gegen
einen späteren Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft
nichts einzuwenden.
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Wiederholter Muttermundverschluss?
Frage: Stimmt es, dass wenn man
einmal einen totalen Muttermundsverschluss hatte, man bei der
nächsten Schwangerschaft wieder einen braucht?
Antwort: Im Allgemeinen würden
wir wieder zu einem Frühen Totalen Muttermundverschluss (FTMV)
raten. Es ist aber nicht wie beim Kaiserschnitt, wo durch diesen
Eingriff selbst das Risiko bei der Geburt in der nächsten
Schwangerschaft erhöht ist und deswegen häufig wieder ein
Kaiserschnitt durchgeführt wird. Zwar zählen Eingriffe am
Muttermund (also möglicherweise auch ein FTMV) zu der Liste von
Risikofaktoren für eine Frühgeburt. Entscheidend ist aber eher,
dass das erhöhte Risiko der vorangehende(n) Frühgeburt(en) oft
weiterhin besteht, weshalb nach einer erfolgreichen
Schwangerschaft mit FTMV in der nächsten Schwangerschaft zumeist
wieder ein FTMV ratsam erscheint.
Inzwischen gibt es mehrere Frauen, die zwei oder
sogar drei Schwangerschaften mit FTMV ausgetragen haben - ohne
wesentliche Probleme.
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Ist nach FTMV ein Blasensprung oder
eine Blutung feststellbar?
Frage: Wie kann man einen
Blasensprung oder eine Blutung feststellen, wenn der Muttermund
verschlossen wurde?
Antwort: Zu der Frage bezüglich
des Blasensprunges: Wenn der Muttermund tatsächlich vollständig
verschlossen ist, haben Sie einen vorzeitigen Blasensprung
eigentlich nicht zu befürchten, da dieser in den meisten Fällen
durch aufsteigende vaginale Infektionen verursacht wird. Wenn nur
eine Cerclage durchgeführt wurde, oder der Verschluss nicht ganz
vollständig ist, dann besteht zumindest ein gewisser Schutz vor
aufsteigenden Infektionen (das Engerstellen des Zervikalkanals
soll sich günstig auf den Schleimpfropf im Muttermund auswirken).
Wir empfehlen im Falle einer Cerclage zusätzlich regelmäßig Ihren
vaginalen pH-Wert zu messen. Ein Ansteigen des vaginalen
pH-Wertes kann nicht nur auf vaginale Milieustörungen oder ggf.
Infektionen (die dann frühzeitig behandelt werden könnten),
sondern ggf. auch auf einen vorzeitigen Blasensprung
hindeuten.
Informationen zur vaginalen Selbstmessung im Rahmen unserer
Selbstvorsorge-Aktion
Zur Frage bezüglich der Blutungen: Geringfügige
Blutungen werden meist vom Körper aufgenommen (resorbiert).
Stärkere Blutungen würden zu Beschwerden (meist Kontraktionen
bzw. Schmerzen) führen und das Hämatom kann dann von einer im
Ultraschall erfahrenen Ärztin/Arzt erkannt werden. Wir betonen
"erfahren", da das Hämatom wegen der Echodichte nicht
immer ganz leicht vom umgebenden Gewebe zu unterscheiden ist
(siehe auch Placenta
praevia und FTMV).
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Placenta praevia und FTMV?
Frage: Nach zwei Frühgeburten
sollte bei mir mit 14 Wochen ein FTMV durchgeführt werden, aber
jetzt haben die Ärzte eine Placenta praevia festgestellt und
wollen lieber noch abwarten. Kann denn trotzdem ein FTMV
durchgeführt werden – und was ist, wenn es zu Blutungen
kommen sollte?
Antwort: Bei einer Placenta
praevia hat sich der Mutterkuchen (Plazenta) am unteren Pol der
Gebärmutter, in der Nähe des Gebärmutterhalses eingenistet und
überdeckt den Geburtskanal ganz oder teilweise. Bei einer
"totalen" Placenta praevia ist der Geburtskanal
vollständig verschlossen (d.h. das Kind kann nicht
vaginal geboren werden), bei einer Placenta praevia marginalis
(marginalis = am Rand) kann es im Laufe der Schwangerschaft oder
während der Geburt zu teilweise erheblichen Blutungen kommen. Von
einer "Placenta praevia" wird aber eigentlich erst nach
24 abgeschlossenen Schwangerschaftswochen gesprochen, da es durch
das Wachstum der Gebärmutter häufig noch dazu kommt, dass der
Mutterkuchen mit dem Wachstum der Gebärmutter sich seitlich vom
Gebärmutterhals entfernt. Ein Früher Totaler Muttermundverschluss
(FTMV) kann durchaus auch bei einer Placenta praevia durchgeführt
werden, und man sollte keineswegs warten, bis sie sich
"verlagert" hat. Allerdings sollte der Verschluss
möglichst in einer Klinik mit reichlich Erfahrung mit dem FTMV
durchgeführt werden. Adressen hierzu können bei uns erfragt werden.
Sehr wichtig ist außerdem, dass in Ihrer Nähe eine
Klinik ist, in der jemand mit ausreichender Ultraschall-Erfahrung
in der Schwangerschaft zur Verfügung steht (bitte klären Sie das
vor dem Eingriff ab). Denn sollte es bei einer Placenta praevia
zu stärkeren Blutungen kommen, kann dies unter Umständen zu einem
lebensbedrohlichen Blutverlust führen. Da es durch den Verschluss
nicht nach außen bluten kann, kann die Blutung zunächst nicht
erkannt werden. Aber stärkere Blutungen würden zu Beschwerden
(meist Kontraktionen) führen und das Hämatom (die Blutansammlung
zwischen Mutterkuchen und Gebärmutterwand) kann dann von einer im
Ultraschall erfahrenen Ärztin/Arzt erkannt werden. Wir betonen
"erfahren", da das Hämatom wegen der Echodichte nicht
immer leicht vom umgebenden Gewebe zu unterscheiden ist.
Wir möchten auch noch auf Folgendes hinweisen:
Wenn es bei einer Placenta praevia zu einer Blutung kommt, dann
geschieht das unabhängig davon, ob ein FTMV durchgeführt wurde
oder nicht (außer während und kurz nach der Operation). Bei einem
FTMV liegt die Gefahr hauptsächlich darin, dass man die Blutung
nicht so leicht feststellen kann wie ohne Verschluss, wo es
deutlich sichtbar nach außen bluten würde. Es empfiehlt sich
daher, dass Sie Ihren Mutterpass immer bei sich tragen. Am besten
sollte nicht nur im Mutterpass, sondern auch in einem
Begleitschreiben vermerkt werden, dass bei Ihnen bei einer
Placenta praevia ein Muttermundverschluss durchgeführt wurde.
Vielleicht machen Sie auch Ihre Familienmitglieder und Freunde
darauf aufmerksam. Bei stärkeren Beschwerden sollten Sie
unverzüglich das Krankenhaus aufsuchen und auf dieses
Begleitschreiben hinweisen. Glücklicherweise sind derart
bedrohliche Blutungen nicht häufig. Geringfügige Blutungen
dagegen, wie sie bei Placenta praevia häufiger vorkommen, stellen
dagegen kein größeres Problem dar: Sie werden meist vom Körper
resorbiert wie ein "blauer Fleck".
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Kostenübernahme durch die
Krankenkasse
Frage:
Warum werden die Kosten für die Handschuhe nicht von der
Krankenkasse übernommen?
Antwort:
Die Leistungen, die Krankenkassen für Ihre Versicherten erbringen
dürfen, sind gesetzlich geregelt. Eine Krankenkasse darf nicht
einfach Kosten für eine bestimmte Behandlung oder Maßnahme erstatten,
sondern nur, wenn diese im Leistungskatalog aufgeführt ist.
Bevor neue Maßnahmen oder Behandlungsansätze (wie
die Selbstvorsorge-Aktion oder z.B. auch Akupunktur) von den
Krankenkassen finanziert werden können, muss der Bundesausschuss
der Ärzte und Krankenkassen diese überprüfen.
Im Vorfeld können die neuen Maßnahmen im Rahmen
von Modellprojekten probeweise eingesetzt werden. Die betreffende
Krankenkasse muss dazu einen Antrag bei ihrer Aufsichtsbehörde
stellen und das Projekt wissenschaftlich begleiten lassen. Nach
Abschluss des Modellprojektes werden die wissenschaftlichen
Ergebnisse dem Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen –
zwecks Einbeziehung in seine Prüfung – zugeleitet.
In den letzen Jahren wurden und werden von den
Krankenkassen mehrere Modellprojekte mit dem von Prof. E. Saling
entwickelten Selbstvorsorge-Programm für Schwangere durchgeführt.
Es empfiehlt sich ggf. bei der zuständigen Krankenkasse
nachzufragen.
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Mein Arzt rät von einer
pH-Selbstmessung ab
Frage: Mein Frauenarzt hat
mir von einer Teilnahme abgeraten. Er sagte, die Messung bringe
nichts und würde mich nur beunruhigen, außerdem würden die
regelmäßigen ärztlichen Kontrollen reichen.
Antwort: Das Wichtigste in der
Schwangerenvorsorge sind natürlich die regelmäßigen ärztlichen
Kontrollen. Dadurch lassen sich Störungen häufig rechtzeitig
erkennen. Aber in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln
gehen Sie in der Regel nur einmal pro Monat zur
Schwangeren-Vorsorgeuntersuchung. Die Selbstvorsorge-Aktion für
Schwangere mit der 2-mal wöchentlich durchgeführten
Messung des vaginalen pH-Wertes durch Sie selbst stellt einen
zusätzlichen Schutz dar. So können Störungen des vaginalen
Milieus unvergleichlich früher erkannt (und ggf. behandelt)
werden, als dies durch die ärztlichen Standarduntersuchungen
überhaupt möglich ist. Den Erfolg dieser zusätzlichen Maßnahme
zeigen sowohl unsere als auch die von Hoyme und anderen erzielten
Ergebnisse. Die
Annahme Ihres Arztes, dass die Messungen zu einer unnötigen
Beunruhigung führen könnte ist unbegründet. Bei einer Befragung
von 758 Frauen, die an der Selbstvorsorge-Aktion teilnahmen,
fanden 94% den Messvorgang einfach und nicht belastend. 99%
beurteilten die Maßnahme als sinnvoll und/oder hatten das Gefühl,
etwas Nützliches für sich und ihr Kind zu tun. Einige Frauen
haben ausdrücklich geschrieben, wie beruhigend sie die Messungen
fanden. Vielleicht sprechen Sie noch einmal mit Ihrem Arzt und
geben ihm unsere Internet-Adresse, er kann aber ggf. auch gerne
bei uns nachfragen.
Ein anderes Argument, das manche Ärzte gegen die
vaginale pH-Selbstmessung ins Feld führen, ist die Sorge, Keime
könnten durch die Messung "nach oben verschleppt"
werden. Lesen Sie dazu bitte die Frage "Keimverschleppung durch die
Messung?".
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Viele Ärzte – viele Meinungen
Frage: Warum hat mich mein
Frauenarzt nicht auf die Möglichkeit der pH-Selbstmessung
hingewiesen?
Antwort: Dafür kann es
unterschiedliche Gründe geben. Einer der Gründe könnte z.B. sein,
dass zwar unserer Meinung nach unsere eigenen Untersuchungen und
auch die großen Aktionen in Thüringen die Wirksamkeit der
pH-Selbstmessung in ausreichendem Maße belegt haben (siehe
unter Ergebnisse der
SVA), manche Ärzte aber zur Belegung der Wirksamkeit
sogenannte "randomisierte Studien" fordern. Das sind
Studien, bei denen per Zufall ein Teil der Teilnehmerinnen in die
"Behandlungsgruppe" und die anderen in die
"Kontrollgruppe" eingeteilt werden. Prof. Saling
ist allerdings der Meinung, die bisherigen Ergebnisse seien so
überzeugend, dass man es ethisch nicht vertreten könnte, jeder
zweiten Frau (den Frauen in der Kontrollgruppe) bei erhöhten
vaginalen pH-Werten eine Behandlung vorzuenthalten. Andere Ärzte
hingegen meinen, dass es ausreichend sei, wenn sie selber in
ihren Praxen regelmäßig auf Infektionen achten und es die Frauen
nur verunsichern würde, wenn diese selber pH-Werte messen.
Auswertungen haben aber gezeigt, dass die Ergebnisse bei
Schwangeren mit regelmäßiger Selbstmessung der vaginalen pH-Werte
vielfach besser sind. Außerdem liegen inzwischen Ergebnisse einer
Krankenkasse (der KKH) vor, dass bei ihren Versicherten bei
Frauen, die Selbstmessungen vorgenommen haben, die Rate der sehr
früh geborenen Kinder um mehr als 40% niedriger lag.
Am Besten fragen Sie Ihren Arzt nach seinem
Grund.
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Geschlechtsverkehr als
Frühgeburtsursache?
Frage: Kann ein
Geschlechtsverkehr während der Schwangerschaft zur Frühgeburt
führen?
Antwort: Unter normalen
Bedingungen birgt ein Geschlechtsverkehr in der Schwangerschaft,
auch in der Frühschwangerschaft, kein Risiko für eine Fehl- oder
Frühgeburt.
Frühere wissenschaftliche Arbeiten haben
herausgefunden, dass, wenn eine Fehlgeburt oder Frühgeburt
zeitlich nach einem Geschlechtsverkehr stattfand, ursächlich
vermutlich eine dadurch herbeigeführte aufsteigende Infektion
eine Rolle gespielt haben dürfte. Man hat daher die Empfehlung
ausgesprochen, besonders bei Risikogruppen die Anwendung von
Kondomen anzuraten.
Bei wiederholten Frühgeburten, bzw. späten
Fehlgeburten wird häufig präventiv ein Früher Totaler
Muttermundverschluss durchgeführt. Auch hier steht im Prinzip
einem Geschlechtsverkehr nach vollständigem Abheilen der
Wundränder nichts im Wege, wenn keine weiteren belastenden
Risiken vorliegen.
Bei anderen Risikoschwangerschaften hängt es von
der Ursache ab, ob ein Geschlechtsverkehr evtl. ungünstig sein
kann oder nicht.
Konsultieren Sie im Zweifelsfall immer Ihren
behandelnden Arzt bzw. Ihre behandelnde Ärztin.
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Antibiotika in der Schwangerschaft?
Frage: Ich bin im dritten Monat
schwanger, und mein Arzt hat mir ein Antibiotikum verschrieben,
aber ich habe Sorge, dass dadurch das Kind geschädigt wird.
Antwort: In der Schwangerschaft
ist tatsächlich Vorsicht in Bezug auf Medikamente geboten und man
muss immer den Nutzen des Medikaments (bzw. die mögliche Gefahr,
wenn es nicht genommen wird) gegen das mögliche Risiko für das
Kind abwägen. Grundsätzlich sollten Antibiotika - insbesondere in
der Schwangerschaft - nicht zu großzügig (auf keinen Fall in
Bagatellfällen) eingesetzte werden, weil von ihnen auch die
Vaginal- und Darmflora und damit auch die Immunsituation
beeinträchtigt werden kann.
In vielen Fällen ist es allerdings nötig, ein
Antibiotikum zu nehmen, und es gibt einige Antibiotika (z.B.
Penicillin), die - auch in der Schwangerschaft - schon jahrelang
verwendet werden, und bei denen es bislang keinerlei Hinweise auf
eine mögliche Schädigung des Kindes gibt.
Wenn Sie Ihren Arzt auf Ihre Schwangerschaft
hingewiesen haben, sollte er für Sie ein entsprechendes
Medikament ausgewählt haben. Im Zweifel fragen Sie bitte noch
einmal nach.
Ausführliche Informationen über Medikamente in der
Schwangerschaft und Stillzeit hat das Beratungszentrum
für Embryonaltoxikologie zusammengestellt:
http://www.embryotox.de/
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Sie können helfen ...
... damit möglichst viele Kinder so gesund und
munter zur Welt kommen! Frühgeburten und das
damit verbundene Leid lassen sich häufig vermeiden. Wir
freuen uns über jede Spende, denn mit ihr
können wir werdenden Müttern und Frauen, die bereits eine
Frühgeburt hatten oder sogar ein Kind verloren haben,
helfen. |
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Bitte teilen Sie uns gegebenenfalls auch Ihre Adresse mit,
damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zuschicken
können. Die Spenden sind steuerlich
absetzbar.
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Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 26.01.2012.
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