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Früher Totaler Muttermund-Verschluss (FTMV)
Erich Saling und Monika Schreiber
Einführung
Wiederholte Spätaborte und frühe Frühgeburten sind zwei der bislang noch ungenügend gelösten Probleme der Geburts- und Perinatal-Medizin, wie sie heute mancherorts noch praktiziert wird. Die betroffenen Patientinnen sind häufig stark belastet: Einerseits sehnen sie sich sehr nach einem Kind und auf der anderen Seite erfahren sie wiederholte Verluste, was häufig zu zunehmenden psychologischen Belastungen führt. Ihnen zu einem lebenden Kind zu verhelfen, ist in solchen Fällen eine besonders wichtige medizinische und psychologische Aufgabe.
In Fällen von sich wiederholenden Spätaborten und Frühgeburten stellt der Frühe Totale Muttermund-Verschluss (FTMV) die effektivste Maßnahme in Form einer Prävention dar. Der Frühe Totale Muttermund-Verschluss bildet eine vollständige Barriere gegen aufsteigende Infektionen innerhalb des Zervikal-Kanals. Wir führten diese Maßnahme 1981 ein (Saling 1981). Vor dieser Zeit gab es in der Literatur nur wenige Veröffentlichungen über einen operativen späten Muttermund-Verschluss. Der Verschluss wurde fast ausschließlich bei drohendem Abort, vor allem in fortgeschrittenen Stadien durchgeführt. Z.B. hat Szendi (1961) zwei Artikel über das Thema Verhinderung von fortgeschrittenen Fehl- und Frühgeburten durch vollkommenen Muttermundverschluss veröffentlicht. Der Muttermundverschluss stellte also eine Notfallmaßnahme dar, vor allem wenn es zu einem Vorfall der Fruchtblase gekommen war.
Unser Ansatz war ein ganz anderer. Wir führten den Muttermundverschluss als Maßnahme der Frühprävention ein. Er sollte durchgeführt werden
- bei Frauen mit einer belasteten Anamnese (s.u.)
- früh in der Schwangerschaft (mit ca. 12 SSW)
- und wenn die Zervix noch in einem anatomisch weitgehend unbeeinträchtigten Zustand ist.
Zwischen dem Totalem Muttermundverschluss (TMV) und der Cerclage (und im Prinzip auch zum gelegentlich verwendeten Pessar) besteht ein essentieller Unterschied. Während der Muttermund-Verschluss den Zervikalkanal tatsächlich verschließt und so in Form einer Barriere die Aszension von Mikroorganismen verhindert, wird der Zervikalkanal durch die Cerclage (oder durch ein Pessar) nur verengt (s. Abb. 1). Die deshalb zwangsläufig wesentlich schlechteren Ergebnisse der Cerclage werden weiter unten noch besprochen.
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Abb.1: Vergleich Muttermundverschluss und Cerclage Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Definitionen
Beim Totalen Muttermund-Verschluss (TMV) unterscheiden wir zwischen einem frühen und einem späten TMV (s. Tabelle 1). Wegen der erheblich besseren Ergebnisse bei der Vermeidung von Spätaborten und Frühgeburten (s.u.) empfehlen wir, den Muttermund-Verschluss so weit nur möglich früh (FTMV) statt spät durchzuführen. Bezüglich der Operationstechnik kann man zwischen einem großen Totalen Muttermundverschluss (TMV) und einem kleinen TMV unterscheiden (Tabelle1):
| Bezeichnung |
Abkürzung |
Definition bzw. Durchführung |
| Früher TMV |
FTMV |
< 16 SSW undbei weitgehend normalem Portiobefund:- sonographische* Zervixlänge 30 mm oder- modifzierter** Bishopscore 4 |
| Später TMV |
STMV |
16+0 SSW oderbei kritischem Portiobefund:- sonographische Zervixlänge < 30 mm oder- modifizierter* Bishop-Score > 4 |
| Großer TMV |
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2-3 zirkuläre intrazervikale Nähte und 2 äußere Knopfnahtreihen nach Entfernung des Epithels im unteren Zerviaklkanal und an der Portio |
| Kleiner TMV |
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lediglich 2-3 zirkuläre intrazervikale Nähte nach Entfernung des glandulären Epithels im unteren Zervikalkanal |
Tabelle 1: Definitionen zum Totalen Muttermundverschluss (TMV)
* Die sonographische Zervix-Längenbestimmung ist genauer als die Beurteilung der Zervix mit dem Bishop-Score, weshalb ihr der Vorrang gegeben werden sollte.
** modifiziert nach Saling (s. Tabelle 2)
| Länge der Portio |
Punkte |
| 3 cm (Portio steht) |
0 |
| 2 cm (teilweise verstrichen) |
1 |
| 1 cm (erheblich verstrichen) |
2 |
| 0 cm (völlig verstrichen) |
3 |
| Konsistenz der Portio |
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| Rigide |
0 |
| Mittel |
1 |
| Weich |
3 |
| Äußerer Muttermund |
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| Geschlossen |
0 |
| Geöffnet für Fingerkuppe |
1 |
| Für Finger eingängig |
2 |
2 cm geöffnet |
3 |
Tabelle 2: Modifizierter Bishop-Score nach Saling (Saling und Schumacher 1996)
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Indikationen und Kontraindikationen
Indikation für einen FTMV sind
- zwei oder mehr späte Aborte (
12+0 SSW) oder frühe Frühgeburten (< 32+0 SSW) in der Anamnese, die entweder auf eine Infektion zurückzuführen waren oder für die sich keine andere, spezifische Ursache finden ließ.
- Bislang existieren leider noch keine Untersuchungen darüber, ob in Fällen, bei denen anamnestisch bislang nur ein später Abort oder eine frühe Frühgeburt vorlag, ein konsequentes Screening auf Störungen des vaginalen Milieus (s. Frühgeburten-Vermeidungs-Programm) in Verbindung mit der Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere zu ähnlich guten Ergebnissen wie ein FTMV führt. Im Zweifel sollte daher nach nur einer missglückten Schwangerschaft ebenfalls ein Muttermund-Verschluss angeraten werden - ganz besonders dann, wenn noch andere Fertilitätsprobleme vorliegen oder die Schwangere bereits älter ist. Es kann dann aber ggf. ein kleiner Muttermund-Verschluss ausreichend sein. Bei diesem wird nach Entfernung des glandulären Epithels der Zervikalkanal durch 2-3 zirkuläre Nähte verschlossen. Beim großen Muttermund-Verschluss werden zusätzlich noch 2 quere Knopfnaht-Reihen gesetzt (schematische Darstellung s. Abb. 1).
- Bei Mehrlingsschwangerschaften konnte Schulz (Veröffentlichung in Vorbereitung) mit dem FTMV eine deutliche Absenkung der Frühgeburtenzahlen erreichen (s.u.). Anhand des vorliegenden Datenmaterials ist es vielleicht noch zu früh, einen FTMV generell bei allen Mehrlingsschwangerschaften zu empfehlen, bevor nicht auch andere Studien zu gleich guten Ergebnisse kommen. Aber bei Mehrlingsschwangerschaften und zusätzlichen Risikofaktoren (z.B. nach In-vitro-Fertilisation, oder bei einer Schwangeren gegen Ende ihrer möglichen Reproduktionszeit) sollte unseres Erachtens die Möglichkeit eines FTMV unbedingt erwogen werden.
Kontraindikationen sind eine bereits eröffnete Zervix mit Infektionszeichen oder therapieresistente Wehen.
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Präoperative Maßnahmen
Infektionsscreening
Präoperativ müssen Untersuchungen auf Infektionen durchgeführt werden, z.B. Vaginal- und Zervikalabstriche mit mikroskopischer und/oder bakteriologischer Untersuchung. Im Falle pathologischer Befunde sollte die Patientin eine entsprechende lokale oder systemische Therapie mit Antibiotika oder Chemotherapeutika erhalten. Außerdem empfiehlt es sich, direkt vor der OP (bereits auf dem Operationstisch) eine Eipol-Lavage durchzuführen (s.u.).
Präoperative Desinfektion
2-3 Tage vor der OP sollte eine präoperative Desinfektion bzw. keimreduzierende Behandlung der Vagina durchgeführt werden, durch:
- Einlage von 2x1 Hexetidin Vaginaltablette oder
- Täglich ein Povidon-Iod Vaginal-Supp. oder
- 2x tgl. intravaginale Applikation von Octenidin-2HCL-Lösung zur lokalen Antisepsis
Nach der OP bzw. nach Absetzen der desinfizierenden Behandlung sollten, um den Wiederaufbau der normalen Vaginalflora zu unterstützen, einige Tage lang ein Lactobacillus acidophilus-Präparat vaginal appliziert werden.
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Eipol-Lavage (EPL)
Nach Durchführung eines FTMV bzw. TMV kann man nicht mehr untersuchen, ob nicht evtl. schon vor dem Eingriff Mikroorganismen in den Uterus aszendiert sind. Deshalb empfehlen wir direkt vor dem Verschluss die sogenannte Eipol-Lavage (EPL), durchzuführen. Die EPL haben wir 1992 eingeführt (Saling 1992) und über erste Erfahrungen berichtet (Brandt-Niebelschütz et al. 1992).
Mit dieser Methode, bei der Spülflüssigkeit vom unteren Eipol gewonnen und bakteriologisch untersucht wird, kann man wichtige Informationen erhalten, ohne dafür die wesentlich invasivere Amniozentese durchführen zu müssen. Falls nötig können dann die entsprechenden Antibiotika verabreicht werden.
Durchführung der EPL
Zur Durchführung der Eipol-Lavage verwenden wir ein eigens für diese Zwecke hergestelltes Führungsrohr mit vorne angebrachtem weichem Silikonschlauchansatz, durch das ein dünner (Außendurchmesser 1,5 mm) steriler, gut flexibler PVC-Katheter (Frühgeborenenernährungssonde) geführt wird (vgl. Abb. 2). Die Flexibilität des Katheters schließt eine Verletzung weitgehend aus.
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Abb. 2: Lavage am unteren Eipol Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Vor Beginn der Untersuchung wird die Portio am äußeren Muttermund mit einem geeigneten Antiseptikum desinfiziert. Unter Berücksichtigung steriler Kautelen wird das Führungsrohr mit dem relativ weichen Silikon-Ende behutsam wenige cm in den Zervikalkanal eingeführt. Daraufhin wird der Katheter durch das Führungsrohr geführt und bis zum Verspüren eines deutlichen Widerstandes durch den Zervikalkanal in Richtung auf den unteren Eipol vorgeschoben. Da der Kanal mitunter einen gekrümmten, manchmal auch einen geknickten Verlauf aufweist, empfiehlt es sich, den Katheter beim Sondierungsversuch mehrfach zwischen den Fingern zu drehen, um sein vorderes Ende so - ohne nennenswerten Druck auszuüben - besser zum oberen Zervikalkanalbereich passieren zu lassen.
Über den eingeführten Katheter werden 2 ml steriler 0,9%iger Kochsalzlösung instilliert und anschließend soviel wie möglich wieder aspiriert. Diese Lavage-Flüssigkeit wird später bakteriologisch aufgearbeitet. Gelingt es bei dem 40 cm langen Katheter nicht, mindestens 0,3 ml der Kochsalzlösung (das ist etwas mehr als das Totraumvolumen) zurückzugewinnen, empfiehlt sich ein zweiter und eventuell auch ein dritter Versuch, jeweils mit 2 ml Kochsalzlösung die Spülung zu wiederholen. Je mehr Spülflüssigkeit zurückgewonnen wird, um so größer ist die Menge, die mit dem unteren Eipol in Kontakt war.
Mit der gewonnenen Eipol-Spüllösung werden ein Blutkulturmedium zur qualitativen Bestimmung aerober und anaerober Keime und eine Blutagarplatte zur semiquantitativen Bestimmung aerober Keime beimpft.
Mit der Eipol-Lavage können auch noch Keime erfasst werden, die nicht über einen Zervix-Abstrich feststellbar sind. Ein Schwachpunkt der Methode besteht darin, dass man ein Höherschieben von Keimen aus der Zervix an den unteren Eipol nicht ganz sicher ausschließen kann. Andererseits muss man davon ausgehen, dass Keime, die bereits den Zervikalkanal erreicht haben, wahrscheinlich weiter aufsteigen und zur Infektion am unteren Eipol führen. Keime aus der Vagina dürften wegen der vorherigen Desinfektion des Muttermundbereiches und der Einführung des Katheters unter Sicht nicht eingebracht werden.
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Operationstechnik
Instrumentarium
Für die die Durchführung des Operativen Totalen Muttermundverschlusses (TMV) empfiehlt sich das übliche Instrumentarium für Operationen am Muttermund plus ein spezielles Schlingeninstrument sowie eine Abschleifvorrichtung, die beide weiter unten im Text erklärt werden. Die Abbildungen A und B zeigen das im Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln hierfür verwendete Instrumentarium. Spezielle Instrumente sind entsprechend gekennzeichnet.
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Abb. A: Instrumentarium für den TMV
(wie im Vivantes-Klinikum Berlin-Neukölln verwendet)
1) Schlingeninstrument zum Abbinden der Portio (von Faromed Art. Nr 11-400)
2) Abschleifvorrichtung (von Aesculap B. Braun, s.u.)
3) Fensterklemmen zum Fassen der Muttermund-Ränder bei bereits gering eröffnetem Muttermund (bei noch völlig geschlossenem Muttermund werden seitlich angesetzte Kugelzangen verwendet).
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Abb. B: Abschleifvorrichtung
2a) Winkelhandstück (von Aesculap-B. Braun, Art. Nr. GD455R)
2b) Fräser (von Aesculap-B. Braun, Art. Nr. GD075R)
3c) Diamant-Schleifkörper (von Aesculap-B. Braun, Art. Nr. GC975R)
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Schlingeninstrument zur Blutstillung
Vor Beginn der eigentlichen Muttermundverschluss-Operation empfiehlt es sich dringend, zur Vermeidung von Blutungen die Portio so hoch wie möglich zirkulär abzubinden, so dass eine fast vollständige Zirkulationsunterbrechung erreicht wird. Diese Maßnahme hat zwei entscheidende Vorteile:
- Der Blutverlust, der bei Schwangeren wegen der starken Vaskularisation beträchtlich sein kann, wird auf ein Minimum reduziert, und
- die Sicht beim Operieren und dem späteren Zunähen ist viel besser als sonst bei ständiger, mitunter diffuser Blutung.
Zum Unterbinden ist von uns ein spezielles Schlingeninstrument entwickelt worden (Saling 1989, s. Abb. 3 und 4)
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Abb. 3: Schlingeninstrument zur Blutstillung: Schlinge, demonstriert an zwei Fingern Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 4: Schlingeninstrument zur Blutstillung: Sperrverzahnung Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Beim Schlingeninstrument befindet sich in einem Führungsrohr eine Stange mit Sperrverzahnung (s. Abb. 4) Diese ermöglicht es, die vorher um die Portio zirkulär angebrachte flexible Schlinge (s. Abb. 3) aus rostfreiem Stahldrahtgeflecht bis zur erwünschten Spannung fest zu ziehen und in diesem festgezogenen Zustand zu fixieren.
Die Schlinge sollte so fest gezogen werden, dass eine nur geringfügige Blutung bestehen bleibt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Zirkulation im Gewebe nicht völlig unterbrochen ist.
Wenn nach Abschluss des Eingriffes die Blutstillung aufgehoben werden soll, wird die Zahnstange um etwa 90 Grad gedreht. Die Sperrfeder gleitet dabei aus der Zahnung und gibt die Schlinge frei. Durch Hochschieben der Zahnstange wird die Schlinge gelockert, und die gesamte Vorrichtung kann leicht entfernt werden. Das Schlingeninstrument ist erhältlich bei der Faromed GmbH, Berlin.
Entfernen des Epithels
Um ein gutes Zusammenwachsen des Muttermundes zu gewährleisten, muss die Portiooberfläche angefrischt bzw. das Epithel möglichst vollständig entfernt werden. Je besser eine Portio in diesen so kritisch gelagerten Fällen zuwächst, also durch den Eingriff total und bleibend, bis in Nähe des Geburtstermines, verschlossen bleibt, mit um so besseren Ergebnissen ist zu rechnen.
Früher wurde das Epithel durch scharfes Abpräparieren mit dem Skalpell von der Portiooberfläche entfernt, was aufwändig ist. Inzwischen kommt eine bessere Technik zum Einsatz: Durch Abschleifen der Portiooberfläche mit einer hochtourig rotierenden, einfachen sterilen Drahtbürste (s. Abb. 5a), wie dies ähnlich in der Dermatologie zur Narbenglättung eingesetzt wird, erfolgt ein wesentlich schonenderes und sichereres Anfrischen des Gewebes.
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Abb. 5a: Schleifbürste Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 5b: Schleifköpfe Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Um die zu beschleifende Fläche zu markieren, aber auch um anschließend jene, die Portiooberfläche adaptierenden und den Wundbereich verschließenden Knopfnahtreihen exakt setzen zu können, wird zirkulär - in einem Radius von etwa 10 mm um den äußeren Muttermund herum - eine 1-2 mm tiefreichende Inszision mit dem Skalpell gelegt (s. Abb. 6). Anschließend wird das Portioepithel mit einer hochtourig rotierenden, einfachen sterilen Drahtbürste (Abb. 7) entfernt. Diese Drahtbürste wird über eine flexible Welle von einem durch Akkustrom versorgten kleinen Elektromotor angetrieben. Man kann auch ein mit Druckluft angetriebenes hochtourig rotierendes Schleifinstrument (s. Abb. 5b) benutzen (Firma Aesculap). Das hat den Vorteil, dass die Patientin mit keiner Stromquelle in Verbindung steht. Dafür ist diese Ausrüstung aber teuer in der Anschaffung.
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Abb. 6: Markierung durch Inzision Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 7: Abschleifen des Portioepithels Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Nach Abschleifen der Portiooberfläche wird, unter Spreizen des äußeren Muttermundes mit Moskito-Klemmen, auch ca. 1-2 cm hochreichend im Zervikalkanal, das Drüsenepithel im Zervikalkanal ebenfalls mit der rotierenden Drahtbürste möglichst ganz entfernt (Abb.8).
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Abb. 8: Abschleifen des Drüsenepithels im Zervixkanal Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Nahttechnik
Es folgen nun 2-3 innere zirkuläre Nähte (s. Abb. 9). Anschließend werden, 2 quere Knopfnahtreihen gesetzt, die den äußeren Muttermund total verschließen (Abb. 10). Für alle Nähte empfehlen sich synthetische monofile Fäden (PDS), weil diese im Vergleich zum Catgut ein deutlich reaktionsloseres Abheilen ermöglichen. Abb. 11 zeigt einen gut abgeheilten Verschluss.
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Abb. 9: Innere zirkuläre Nähte Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 10: Zustand nach Abschluss der OP und Nahtschema. Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 11: Zustand nach Abheilung Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Maßnahmen am Ende der Schwangerschaft
Wenn ein ausreichendes Schwangerschaftsalter erreicht ist (z.B. 36-37 SSW) oder bei spontanem Geburtsbeginn muss der Versuch unternommen werden, zuvor die Zervix zu rekanalisieren. Dies ist besonders bei einer noch 2-3 cm formierten "stehenden" Portio etwas schwieriger als bei einer bereits verstrichenen. Die Narbe sollte spätestens eröffnet werden, wenn:
- die Wehen spontan einsetzen,
- eine Geburtseinleitung geplant ist, oder
- 37 SSW vollendet sind.
Im allgemeinen wird in Infiltrationslokalanästhesie oder in Periduralanästhesie (letztere, falls sie für die Geburt sowieso gewünscht wird) die Portio-Narbe mit einigen Scherenschlägen (s. Abb. 12) eröffnet (Eine vorherige Ultraschalluntersuchung der Zervix empfiehlt sich zur Klärung der anatomischen Verhältnisse). Anschließend geht man - um ein wenig zu dilatieren - mit dem Finger (s. Abb.13) in das darüber liegende lockere Zervixgewebe, in Richtung zum vermuteten inneren Muttermund einige cm tief ein.
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Abb. 12: Aufschneiden der Portio-Narbe Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 13: Einführen des Fingers Richtung innerer Muttermund Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Wünscht die Patientin nach der Narbeneröffnung entlassen zu werden, um abzuwarten, bis spontan Geburtsvorgänge einsetzen, sehen wir bei fehlenden Risikohinweisen keinen Grund, ihrem Wunsch nicht zu entsprechen.
Wünscht die Patientin nach der Narbenöffnung eine anschließende Geburtseinleitung, empfiehlt sich bei noch nicht ausreichender Zervixreife zunächst lokal PGE2-Gel zu verabfolgen. Bei unbefriedigendem Erfolg kommt eine PGE2-Infusion in Betracht. Die Fruchtblase sollte so lange wie möglich erhalten bleiben.
Auf keinen Fall sollte allein wegen des Muttermundverschlusses eine primäre Sectio erwogen werden. Im Gegenteil. Eine unter der vaginalen Geburt erfolgende Rekanalisierung der Portio scheint eine günstige Voraussetzung für die Wiederherstellung normaler anatomischer Verhältnisse zu sein. Ferner möchten wir aus eigener Erfahrung an einem Fall darauf hinweisen, dass sich eine Rekanalisierung der vor der OP nicht eröffneten bzw. nicht dilatierten Zervix nach vollzogener primärer Sektio wegen der unübersichtlichen anatomischen Verhältnisse außerordentlich schwierig gestalten kann.
Bei allen Patientinnen, bei denen eine vaginale Geburt nach dem FTMV erfolgt war, wuchs im Wochenbett Epithelgewebe innerhalb kurzer Zeit (wenige Wochen) über das Wundareal der Portio, und es ist - besonders seitdem die schonende Epithel-Abschleiftechnik verwendet wird - überraschend, wie wenig der Portio später nach Rückbildung im Wochenbett die vorausgegangene Operation anzusehen ist (s. Abbildungen 14 bis 16).
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Abb. 14: Zustand nach einem FTMV - etwas vernarbte Portio Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 15: Zustand nach einem FTMV - Portio wie bei einer Nullipara Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Abb. 16: Zustand nach drei FTMV - gering zerklüftete Portio. Bitte klicken Sie auf das Miniaturbild
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Ergebnisse
Um die Ergebnisse des FTMV, insbesondere im Vergleich zur Cerclage einschätzen zu können, sollte man nur Hochrisiko-Gruppen, wie jene, die oben (s. Indikationen) für den FTMV dargestellt wurden, in die Auswertung einbeziehen. Uns sind keine randomisierten Studien über den FTMV bekannt. Wir meinen auch, dass man bei den bislang veröffentlichten Ergebnissen kaum einer Frau mit derart kritischer Anamnese die Operation vorenthalten kann. Auch würde eine randomisierte Studie kaum die Billigung einer Ethikkommission finden - zumindestens nicht in Deutschland - und es ist außerdem nicht anzunehmen, dass eine Frau nach dem obligaten Aufklärungsgespräch bereit wäre, evtl. einer Kontrollgruppe zugewiesen zu werden. Deshalb müssen wir uns auf die praktikable Lösung beschränken, den Ausgang der Schwangerschaft mit FTMV mit dem Ausgang früherer Schwangerschaften dieser Patientinnen, am besten mit der unmittelbar vorausgegangenen Schwangerschaft, zu vergleichen (Hormel und Künzel 1995, Saling 1984, Saling und Schumacher 1996). Man sollte dabei auch bedenken, dass die Chancen, doch noch ein lebendes Kind zu bekommen, umso weiter sinken, je häufiger eine Frau bereits Aborte oder Frühgeburten hatte.
1990 haben wir retrospektiv die Daten einer Gruppe von Patientinnen mit habitueller Abort- oder Frühgeburtsneigung ausgewertet (Giffei 1990, Saling 1990). Bei 113 Patientinnen wurden von insgesamt 389 gewünschten Schwangerschaften nur 101 Kinder lebend geboren (26 %). 35 dieser Kinder starben jedoch noch in der Neonatalperiode. Demnach überlebten nur 66 Kinder; die Chance, ein überlebendes Kind zu behalten, lag also bei nur 17 %. Nach Durchführung des Totalen Muttermund-Verschlusses (TMV) erreichten die gleichen Patientinnen 132 Schwangerschaften mit 94 lebenden und auch überlebenden Kindern. Die Chancen stiegen damit auf rund 71 %! Wir konnten außerdem zeigen, dass unsere Ergebnisse mit dem frühen TMV zweimal so gut wie mit dem späten TMV waren (80 % vs. 40 %).
Betrachtet man die 38 Fälle mit missglückten Schwangerschaften, dann waren es 10 mal Frühgeborene mit extrem niedrigen Geburtsgewicht, die kurz post partum verstarben. In den restlichen Fällen lagen Aborte vor, von denen 13 nach spätem Verschluss auftraten und 15 nach frühem Verschluss. Die Abortraten nach "spätem" Verschluss betrugen somit 43%, nach "frühem" dagegen nur 15% (Saling 1990).
Ähnlich gute Ergebnisse wurden auch in anderen Kliniken mit dem Totalen Muttermund-Verschluss erzielt: 1996 veröffentlichten wir die Ergebnisse einer Multi-Center-Erhebung, an der sich 11 deutsche Kliniken beteiligt hatten (Saling und Schumacher 1996) und bei der der Ausgang von insgesamt 819 Schwangerschaften mit TMV untersucht wurde. Es zeigte sich, dass die Rate von überlebenden Kindern vor Durchführung des TMV 21 % gewesen war, im Vergleich zu 74 % der Schwangerschaften mit TMV. Hormel und Künzel (1995) berichteten über ähnlich gute Ergebnisse.
Betrachtet man den Geburtsmodus (Saling 1990), so hatten 71 % der Patientinnen unseres Kollektivs mit TMV eine Spontangeburt; insgesamt 86 % sind vaginal entbunden worden. Die Rate an Sectiones lag bei 14 % bei einer damaligen Sektio-Rate von 9 % aller Geburten in der gesamten Abteilung. Diese relativ geringe Sektio-Rate zeigt, dass nach TMV die Geburt (nach vorheriger Eröffnung der Narbe) zumeist ohne Probleme vaginal erfolgen kann. Dies ist sogar empfehlenswert, da dabei die Zervix gedehnt wird, was für den Rückbildungsprozess nach dem operativen Verschluss als günstig anzusehen ist.
1997 (Saling und Schumacher 1997) berichteten wir über die Ergebnisse einer Nachuntersuchung bei 52 Frauen nach Schwangerschaft mit TMV. Auf der Basis dieser Ergebnisse lässt sich schließen, dass im Zusammenhang mit dem operativen Totalen Muttermund-Verschluss keinerlei ins Gewicht fallenden negativen Auswirkungen festgestellt werden konnten.
FTMV versus Cerclage
Die Cerclage ist eine weit verbreitete Maßnahme und es existieren zahlreiche Publikationen darüber. Einige Autoren berichten von guten Ergebnissen - aber man sollte sich diese Berichte kritisch ansehen und prüfen, ob die Cerclage bei Frauen mit einem ähnlich hohen Risiko, wie oben erwähnt, durchgeführt wurde. Die Cerclage - das trifft im Prinzip auch für Pessare zu - ist kaum in der Lage, aufsteigende Infektionen zu verhindern, da sie den Zervikal-Kanal nur verengt aber nicht verschließt (s.o., Abb.1). In dem oben beschriebenen Kollektiv von Frauen, bei denen ein TMV durchgeführt wurde (Saling 1990), wurde in 51 vorangehenden Schwangerschaften eine Cerclage durchgeführt wobei nur 13 Kinder überlebten. Das ist eine Überlebensrate von nur 26 % (im Gegensatz zu 40 % bei spätem TMV und 80 % bei frühem TMV). Diese Ergebnisse bestätigen, dass es ratsam ist, in diesen Fällen dem FTMV gegenüber der Cerclage den Vorzug zu geben (Eine ausführliche Diskussion der verschiedenen operativen Möglichkeiten ist in Vetter und Kilavuz (2001) zu finden).
Einige Kollegen kombinieren den Totalen Muttermundverschluss mit einer zusätzlichen Cerclage. Dafür existieren unseres Wissens aber keine fundierten Gründe. Die Prävention einer aszendierenden Infektion - der Hauptursache der vermeidbaren frühen Frühgeburten - ist wie vorhin erläutert - beim TMV durch das Setzen einer totalen Barriere unvergleichlich effizienter als bei der Cerclage. Dafür sprechen auch die von uns erhobenen vergleichenden Ergebnisse (s.o.). Ein anderer Aspekt, nämlich das Erzeugen einer zirkulären Narbe als Gewebereiz auf die Cerclageschlinge dürfte irrelevant sein, da kaum angenommen werden kann, dass eine Narbe eine Dilatation der Zervix ernsthaft und anhaltend verhindern könnte. Außerdem bestehen nach einem TMV ebenfalls Narben als Folge der zirkulären intrazervikalen Nähte wie auch der beiden queren Knopfnahtreihen im äußeren Muttermundbereich. Das für die Vermeidung von Frühgeburten Entscheidende dürfte aber keine mechanische Barriere, sondern die Vermeidung der Aszension von Keimen sein.
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Mehrlinggsschwangerschaft und FTMV
Die bisher dargstellten Zahlen beziehen sich alle auf Frauen, die in der Vorgeschichte bereits mindestens eine Früh- bzw. späte Fehlgeburt hatten. Inzwischen gibt es eine Untersuchung, bei der der FTMV bei Mehrlingsschwangerschaften (die ja bekanntermaßen ein erhöhtes Frühgeburtsrisiko haben) präventiv eingesetzt wurde, auch wenn die Frauen nicht anamnestisch belastet waren:
Schulze (2008) führt in der Frauenklinik Cottbuss (Deutschland) seit 1990 bei jeder Mehrlingschwangerschaft - falls die Patientin seinem Vorschlag zugestimmt hat - einen FTMV prophylaktisch durch und hat damit bemerkenswerte Erfolge erzielt: Bei insgesamt 219 Mehrlingsschwangerschaften führte er bei 96 Frauen den FTMV durch, 123 Frauen erhielten keinen FTMV. Die Rate der sehr früh Frühgeborenen also <32SSW lag bei 24% der Fälle ohne FTMV und bei 13,5% der Fälle mit FTMV. Bei den besonders stark gefährdeten Kindern, die mit weniger als 28 abgeschlossenen SSW geboren wurden lag die Rate mit FTMV bei 1% und bei 4% ohne FTMV. Konsequenterweise ist auch die perinatale Mortalität in Fällen nach FTMV fast um die Hälfte niedriger. Mit FTMV betrug sie 2,5% und ohne 4,1%.
Anhand des vorliegenden Datenmatierials ist es vielleicht noch zu früh, einen FTMV generell bei allen Mehrlingsschwangerschaften zu empfehlen, bevor nicht auch von anderen Kollegen eine Bestätigung der guten Ergebnisse erfolgt. Außerdem gibt es bislang noch keine Untersuchung die vergleicht, ob bei Mehrlingsschwangerschaften - bei ansonsten unbelasteter Vorgeschichte - der FTMV oder die Selbstvorsorge-Aktion für Schwangere (SVA) zu besseren Ergebnissen führt. Aber man sollte diese Möglichkeit zumindest ernsthaft in Betracht ziehen - insbesondere bei Mehrlingsschwangerschaften und zusätzlichen Risikofaktoren (z.B. nach In-vitro-Fertilisation, oder bei einer Schwangeren gegen Ende ihrer möglichen Reproduktionszeit).
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Schlussfolgerung
Auf der Basis der bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse stellt der Totale Muttermund-Verschluss - insbesondere der frühe Verschluss - eine überzeugend effiziente operative Maßnahme zur Vermeidung später Aborte und früher Frühgeburten dar, insbesondere in Fällen, in denen solche Ereignisse wiederholt aufgetreten waren.
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Patientinneninformation zum Muttermundverschluss
Auf unserer Homepage sind auch Informationen über den frühen totalen Muttermundverschluss für Patientinnen enthalten. Diese Informationen können auch gerne als pdf-Datei zur Weitergabe an die Patientin ausgedruckt werden.
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Kodierung nach ICD-10 und OPS-301
ICD-10 Diagnose:
O26.2 (Schwangerschaftsbetreuung bei Neigung zu habituellem Abort)
und/oder
O34.3 (Betreuung einer Mutter mit Cervixinsuffizienz)
OPS 301-Procedur:
5-674.1 (Muttermundverschluss in der Schwangerschaft)
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Adressen
Wir führen eine Liste mit Adressen von geburtsmedizinischen Abteilungen, bzw. Frauenkliniken, in denen unseres Wissens der Frühe Totale Muttermundverschluss durchgeführt wird. Wir bemühen uns, weitere Adresse zu erhalten. Sollte eine in Betracht kommende Klinik bislang dort noch nicht aufgeführt worden sein, oder sollten sich Änderungen ergeben haben, bitten wir um Benachrichtigung.
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TMV-Video
Der gesamte Operationsablauf des Totalen Muttermund-Verschlusses ist auch in Form eines selbst erstellten Videos mit Kommentaren auf Deutsch oder Englisch gegen einen kleinen Betrag erhältlich. Die über die Herstellungskosten hinausgehende Summe kommt dem gemeinnützigen Erich Saling-Institut für Perinatale Medizin zu Gute.
Direktdownload (Dateigröße 7,15 MByte; nur bei DSL-Anschluss zu empfehlen). Wenn Sie sich das Video direkt herunterladen, bitten wir um eine Spende auf unten genanntes Konto.
Video in deutscher Sprache (Real-Player | Media-Player)
Video in englischer Sprache (Real-Player | Media-Player)
Bestellung der CD auf postalischem Weg . Wir bitten hierfür um Überweisung von 30 EUR auf unten genanntes Konto. Bitte teilen Sie uns auch mit, ob Sie das Video mit Erklärungen auf Englisch oder Deutsch erhalten möchten.
Erich Saling Institut
Postbank Berlin
BLZ 100 100 10
Konto-Nr. 81 92 101 IBAN DE11100100100008192101
SWIFT-Code: PBNKDEFF
Stichwort: TMV-Video
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Literatur
- Brandt-Niebelschütz S, Saling E, Küchler R (1992): Weitere Erfahrungen mit der Eipol-Lavage (EPL) im Zusammenhang mit der Vermeidung von Frühgeburten. Z Geburtshilfe Perinat 196: 229-237
- Giffei JM (1990): Der totale operative Muttermundverschluß. Ein neues Verfahren zur Vermeidung der wiederholten Spätaborte und Frühgeburten. Inauguraldissertation, Medizinische Fachbereiche der Freie Universität Berlin
- Hormel K, Künzel W (1995): Der totale Muttermundverschluss. Prävention von Spätaborten und Frühgeburten, Gynäkologe 28, 181-186
- Saling E (1981): Der frühe totale Muttermundverschluß zur Vermeidung habitueller Aborte und Frühgeburten. Z Geburtshilfe Perinat 185: 259-261
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