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Kommentar von Dr. med. Dirk Masson,
Hamburg (Oktober 2010)
Neugeborene, gleich mit welchem Gewicht sie
heute zur Welt kommen, werden bestmöglich versorgt und die
Mortalität ist deutlich geringer geworden. Was aber bleibt sind
die Konsequenzen für die Frühgeborenen. Noch immer ist deren
Morbidität speziell durch neurologische Beeinträchtigungen auf
einem hohen Niveau. Es ist deshalb notwendig, präventiv tätig zu
sein. Das ist natürlich bei einem multifaktoriellen Geschehen wie
der Frühgeburtlichkeit schwierig. Nicht alle Faktoren, wie
niedriger sozialer Status, „jung und ledig” oder
Mehrlingsschwangerschaften sind im Vorfeld auszuschließen. Es
bleiben aber eine Reihe von Faktoren, die beeinflusst werden
können, von denen der wichtigste die vaginale Infektion ist. Sie
bleibt häufig lange unentdeckt, kann aber schon früh über die
Schiene: „aufsteigende Infektion - Prostaglandin-Freisetzung” den
Muttermund aufweichen und Wehen auslösen. Dafür bietet sich der
Selbsttest für Schwangere an.
Im Laufe meiner langjährigen Erfahrung habe ich
immer wieder eine hohe Akzeptanz der Schwangeren festgestellt,
die einmal über den Mechanismus vorzeitiger Wehen aufgeklärt, die
pH-Selbstmessung, regelmäßig durchführen, auch in dem Gefühl,
selbst etwas zum Gelingen ihrer Schwangerschaft beitragen zu
können. Natürlich werden mit dem Selbsttest nicht alle Früh- und
späten Fehlgeburten verhindert, aber für eine erhebliche
Reduktion der Anzahl lohnt sich der Einsatz allemal und hilft
viele Sorgen und Probleme zu verhindern und zudem die enorm hohen
Kosten der Frühgeburtsbehandlung zu reduzieren. Mich überzeugt
dabei die Einfachheit des von Prof. Saling entwickelten Tests
sowie die Einbindung der Patientin in die Vorsorge, und ich sehe
daher diese Methode auf dem gleichen Niveau wie die regelmäßige
Blutdruckmessung in der Schwangerschaft oder die Bestimmung des
Blutzuckers beim Diabetes.
Dr. med. Dirk Masson
Kurzer Lebenslauf:
- Geburtsjahr: 1943
- Anzahl Kinder: 5
- Fachrichtung: Gynäkologie und Geburtshilfe
- Spezialität: Pränatale Diagnostik
- Berufl. Werdegang:
- 1970 – 1978 Facharztausbildung Universitäts-Klinik Eppendorf,
Hamburg
- 1978 Niederlassung als Gynäkologe in Hamburg
- 1990 Gründung des Pränatalzentrums Hamburg und Humangenetik
im
Gynaekologikum Hamburg
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